Buch 
Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
Entstehung
Seite
104
JPEG-Download
 

Granit und Feuerkiesel nicht anwenden, würden zweck«widrig handeln/ weil die jährliche Conservation mehrals beym Gebrauch fester Materialien kostet.

§. 60.

Die zu Stützmauern, Brücken und Durchlässendienenden Bausteine sind entweder natürliche oder künst-liche. Zusörderst will ich von jenen handeln. IhreGüte hängt von dem Grad der Härte und davon ab,daß sich in ihren Poros nicht viele Feuchtigkeit ansezt,welche des Winters zu Eis friert, und dann dieSteine sprengt.

4. 6r.

Der natürlichen Bausteine giebt es in Hinsichtihrer Lage dreyerley; entweder liegen sie in Schich-ten in einzelnen Steinen, oder der Steinbruch machtgroße Steinmassen aus.

Die erstern dienen vorzüglich zu Werkstücken oderQuadern und sind Sandsteine (145 bis - 8 ; Pfundder französische Cubik Schuh schwer) Marmor (160bis«»00 Pfund) Thonschiefer oder Thonstcine (i;obis200 Pfund) Granite (>80 bis 200 Pfund) die ausGlimmer, Feldspath und Quarz bestehen. Die Werk-stücke werde», wo möglich, so gelegt, wie sie imBruche liegen, nämlich die Seiten, welche der Luftmehr als die andern ausgesezt waren, in der vorder»Wand eines Bauwerkes und die untern Flächen wie-der unten u. s. w. Gebraucht werden sie vorzüglichzu den Schleuscnwanden, den Kays, Schiffsdocken und