§. 64 .
Will man die Bruchsteine oder die Feldsteine zuWerkstücken umstalten, so geschieht dieß entweder ,) daßman sie mit den Steinsägen, die bey weichen SteinenZahne , bey andern keine haben, sagt, oder 2) daßman sie mit dem Steinbcissel sprengt; oder auch (wennsie sehr hart sind) auf folgende Methode spaltet. Inden zu spaltenden Stein wird nach dem Schnurschlagemit spitzen Pickeln eine Ritze, je nach der Harte desSteins i bis 4 Zoll tief eingehauen, und darin auf4 bis 6 Zoll Abstand gut gestählte eistrne Keile, mitschweren Hammern, indem nach und nach auf dir Keilerückwärts und vorwärts anfänglich schwacher, dannstarker geschlagen wird, eingetrieben. Zwischen denKeilen wird aber ein Blech, das aus zwey Blatternbestehet, in die Spalte eingesezt. Nach einer andernMethode werden in den Stein auf 6 bis 8 Zoll Ab-stand » bis Zoll weite Löcher 6 bis y Zoll tief
eingebohrt, wo dann in jedes Loch zwey halb cilindri-sche eiserne Keile gesteckt und eingesezt werden, nämlichmit den dicken Enden unten. Zwischen diesen wird«in eiserner Keil eingetrieben. Dieses Eintreiben mußbey allen in einer Richtung gebohrten Löchern zu glei-cher Zeit geschehen. Diese Vorschriften dienen vor-züglich zur Zubereitung der Steine zu den Stützmauern.
Zur Gewinnung des zum Straßenbau erforderli-chen Stein-Materials muß man öfters die Felsen undSteine sprengen. Es ist daher nöthig, die in der