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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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115
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Rande der Mine einige Iwischenraume statt findön.Da ein solcher Pfropf allemal verlohren gellet, undwenn in dessen Röhre Sand oder Steine einfallen,die ganze Mine unbrauchbar wird, so ist dessen An-wendung nicht immer anzurathen.

§. 6y.

Diele Felsen lassen sich mittelst eiserner Keile spal-ten und der vorne erwähnten Brechstangen brechen,die man in die Spalten einsteckt. Bey dem Spren-gen »rüttelst eiserner oder hölzerner in Del gesottenerKeile werden jedoch die sogenannten Eisenblech-Federn,die man auf jede Seite der Steinspalte legt, um da-zwischen den eisernen Keil einzutreiben, gute Diensteleisten, weil der Keil längs denselben leichter eingetrie-ben werden kann, als an der rauhen Steinfläche.Man steckt dann mehrere Keile zugleich in die Spalteund schlägt bald auf den einen, bald auf den andernmit dem Schlägel. Große Fclsenmassen mögen mitsehr großen Keilen gesprengt werden, wenn man eineleicht bewegliche Rammaschine über den Felsen stel-len kann! Es verstehet sich jedoch, daß man nur da-selbst diese Methode anwendet, wo die Felsen vieleKlüfte haben, welche das Sprengen mit Pulver ver-hindern, indem sie dessen Epplosions. Kraft unterbre-chen. Die Sprengung eines Felsens durch Keile undFedern wird folgendermaßen bewerkstelliget. In der-jenigen geraden Linie, nach welcher der Felsen spaltensoll, wird eine Reihe Löcher auf 7 bis s Zoll Ab-stand gebohrt, wovon jedes Zoll im Durchmesser