Buch 
Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
Entstehung
Seite
114
JPEG-Download
 

schriebenen Methode den Vorzug. Auch kann hiebeydie Lcitröhre kleiner, folglich die Explosion des Pul-vers starker seyn. Man setzt nämlich ein solches Rohroder Halm, dessen Oeffnung kaum eine Linie beträgt,vcrtical in die Mitte der Mine hinein, wenn das Spreng-pulver zuvor hineingeschüttet ist. Bey einer Patroneaber steckt man es in dieselbe r Zoll hinein, und schiebtes mit derselben in die Mine hinab, nachdem es vor»her mit sehr feinem Pulver gefüllt wurde.

§. sz.

Besser noch, als d>cse Methode, ist aber der Ge-brauch eines ausgebohrten Holzröhrlcins, oder einerRöhre von gebranntem starken Leder, neben welche maneben so als neben dem Halm, Lehm, Steingrauß, besserfeirwn Kies oder Sand bis zur Oeffnung der Mine, miteinem Stampfer einstampft, der auf der einen Seite seinerLange nach eine Höhlung haben muß, worin die Röhreoder der Halm einpaßt, damit dieses oder jenes, wäh-rend des Einstoßcns, nicht beschädiget werde. Zu die-sem Behuf kann man auch einen Stempel verfertigenlassen, dessen Horizontal-Schnitt dem der Mine fastgleich kommt und der in der Mitte eine Oeffnung hat,weiche vollkommen für die Leitröhre Raum hat.

Anstatt des Minenvfropfes von Lehm, Stein-stücken oder Kies hat man ehemals über die Patroneeinen Pfropf in die Mine eingetrieben und in dem-selben für das Leitpulver eine Oeffnung gebohrt, umden 'vfropf herum zur genauen Nullung der Mine Sandeingestreut, wenn nämlich zwischen demselben und dem