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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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123
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dortigen Kalkes abgefallene Steine/ welche sich mitden Steinkohlen vermischen, und die unter dem Na-men Dornicksche Asche bekannt sind, dienen zurBeimischung, um einen Cement zuzubereiten. Fer-ner sind dazu sehr gut: die Porcellan,-Formen, derPorcellain selbst, zerstoßenes Glas, vcrglaßtcr Thon.Alle diese Materien, wenn sie zerstoßen sind, kom-men der vulcanischen Erde oder Asche nahe; die er-sten« sind ihr ohne Zweifel fast vollkommen gleich.Zerstoßenes Eisen oder Schmiedeschlacken, Ziegel-mehl aus gut gebrannten Dachziegeln oder Töpfer-geschirren, Quarz, scharfer Flußsand, und endlich dervon allen Erdtheilen gesäuberte scharfe gegrabeneSand ist vortreflich zum Mörtel. Die zwo erstenAbtheilungen von Ingredienzien sind zum Wassermör-tel die besten, wozu die lezrern keineswegs hinrei-chen, wenn der Kalk nicht selbst die Eigenschaft hat,

daß er im Wasser erhärtet. Es müssen daher da-zu, wenn nur immer möglich, von den ersiern Stof-fen beygenilscht werden. Das Ziegelmehl erfordertaber einen sehr guten Kalk, wenn der damit ange-machte Mörtel im Wasser von langer Dauer seyn

soll. Wo der Kalk aber sehr gut ist, bedient man

sich des mit Ziegclmehl gemischten Kalkes zum Was-sermörtcl, z. B. in Frankreich (der dort auch Ce-ment heißt) mit dein besten Erfolge. Das Ziegel-mehl saugt , nämlich die in dem Mörtel enthalteneFeuchtigkeit ein und nimmt den Kalk auf, trocknetund verbindet daher die Mörtelmasse. Zum ge-

wöhnlichen Mörtel muß aber niemals schlechter und