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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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124
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glatter oder Mergelsand, noch solcher Sand genoni«mcn werden, zwischen dem sich Erdtheile befinden.Man muß auch den besten scharfen Flußsand gehö-rig waschen, wenn er Erd - oder Mergeltheile hat,dann trocken werden lassen und endlich durch einDrarhgittcr werfen. Ist aber kein scharfer Sandzu haben, so müssen Porphyre, Granite oder Quarzeund große Kieselsteine zu Sande gestoßen werden.Zuweilen wird es auch unter diesen Umstanden gutseyn, unter den Mörtel Zicgelmehl zu mischen; selbstbey dem gewöhnlichen Mauerwerk. Da uns vorzüg-lich der Wasscrmörtel, zu dem man nur aus Kalksteinengebrannten Kalk und ohne Noth nie MuschelkalkNimmt, weil er Salzrheile enthalt, wichtig ist, so willich die besten Ersahrungen hierüber beybringen.

Smeaton mischte zu 'Theil Sand, H Pozzolanaoder Traß und ^ Kalk. Der aus gleichen TheilenPozzolan und Kalk bereitete Cement war dem aus Traßverfertigten vorzuziehen, weil er eben so an der Luftals rm Wasser erhärtet. (An den Murazzi vor Ve-nedig springt er aber, der Luft ausgesezt, vom Frosteaus den Fugen). Er bediente sich auch des Seewas-fers zur Mischung, und fand, daß der damit ange-machte Mörtel unter Wasser noch fester ward, alsder mit süsscm Wasser bereitete. Zu Mauern überWasser rath er jedoch nicht dazu, weil das darin ent-haltene Salz die Feuchtigkeiten aus der Luft einsauge.Auch fand er es besser, den gelöschten Kalk frisch zuverarbeiten. Aus den ro Mischungen, die er mit-getheilt hat, will ich nur einige aufnehmen.