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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
Entstehung
Seite
162
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Pfiasterweg, oder auch eine Kieselstraße aufgeworfen,und die beiderseitigen Graben werden ausgepflastert,damit sie nicht nachstürzen und das Ganze von Dauersey. Ein solcher Bau, wenn er nach und nach binnenJahresfrist aufgeführt ist, und dessen einzelne Erdlagenvom Fuhrwerke befahren werden, wird selbst dem Ein-drucke des schwersten Fuhrwerks widerstehen. Er wirdwenig sinken, da die untersten Lagen eine Masse aus-machen, indem das Fundament nicht aus einzelnen Fa-schinen oder Knüppeln, sondern aus einem gut gelegtenund verbundenen Faschinenwerke bestehet. Auch ist dasgänzlich in Erd - und Steinlagen eingehüllte Buschhol;nicht der Verwesung ausgesezk, und es kann, wenn daSLaub davon gefallen ist, das Holz selbst aber nochbeym Verarbeiten grün war, der Faulniß widerstehen.Endlich wird in dem erhöheten Theile über a unterder Steindccke in den obern Buschlagen Erde geworfen,damit man darauf Kopfweiden pflanze, welche dem Rei.senden zur Nachtzeit als Wahrzeichen dienen, daß exdie Straße nicht verlassen, und in den Morastabwärts fahren kann. Solche Baume geben auch dasnöthige Buschholz und die Pfahle zur künftigen Aus.besscrung der Böschungen.

Wollte man aber auf einem solchen Morastbodenein Pfahl- oder Rostwerk anlegen, so würde dieß sehrkostbar seyn, und die Pfahle würden in den Morasthinemsinken, mithin auch der Straßenkörper selbst. Ichkann daher dazu Nicht rathen, wiewohl dieß sonst und

unter Andern von dem bekannten Ingenieur Gautjergelehrt worden ist. —