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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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164
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und d) das Zugvieh mit dem Hufe auf einem aus sol-chen kleinen Steinen bestehenden Pflaster weit kräftigerals auf großen Steinen eingreift. Es zieht also des.ser, als auf einem aus großen Steinen bestehendenWege. In Paris, Wien und Venedig Habs ich diebesten Pflaster und fast von einerley Gattung von Stei-nen angetroffen, aber auch den Umstand wahrgenom.men, daß die Steine nicht allemal in ein Grundlager,sondern oftmals in Erde gelegt sind, daher auch selbstder viele Koth in Venedig zu Regenzeiten sehr unbe-quem ist, wiewohl dort kein Fuhrwerk geht. InWien ist der Koih um so viel starker, als er aus denblos bekiesten und nicht gepflasterten Vorstädten in dieStadt geschleppt wird, und der Koth von Paris istberüchtigt genug. In München und Augsburg wird aberdas Pflaster zum schlechtesten gewacht, welches leichtverbessert werden könnte, wenn man sich geschickter Pfla-sterer nur bedienen wollte, davon so viele Tausend amEarda und Comcrsee wohnen, wovon ich zu den Pfla-stern auf Brücken einige verschrieben habe. In mei-nen Dienstverhältnissen habe ich vor ; Jahren denVorschlag gemacht, die Hauptstraßen der VorstädteWiens zu pflastern, aber es ist wahrscheinlich wegendes Vortheils, den die Häuserbcsitzer der Stadt selbstaus dieser großen Unbequemlichkeit, welche die Kieswegein den Vorstädten darbieten, ziehen, nicht zur Ausfüh-rung gekommen.

Dieser leztern Ueberlegung: nämlich, nicht großeSteine zum Pflaster zu nehmen, war man ehemals umso weniger getreu, da die Bewohner der Städte nicht