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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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165
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so viel Equipagen hatten, als deren gegenwärtig vor«Handen sind; denn auf den großen Steinen laßt essich reinlicher gehen, als auf kleinen, weil schon die inden Zwischcnräumen liegende Erde oder der Sand vielenSchlamm und Staub verursachen, weshalb die vielenZwischenräume, welche bey einem aus kleinen Steinenbestehenden Pflaster Statt finden, in Rücksicht der Fuß-gänger nicht Vortheilhaft sind. So waren z. B. diePflastersteine des alten Roms rc> Zoll im Viereck,8 ooo Cubik Zoll groß, und wurden auf eine drey.fchuhige aus Ziegeln gemachte Mauer gelegt. So istauch beyläufig das Pflaster der Eaßcn von Neapel ,Florenz, Triest und Consiantinopel eingerichtet. Selbsteinige Heerstraßen der Römer, B. die Appische, be-standen aus einem von großen Steinen gemachten Pfla-ster. Auch des alten von dem patriotischen Poissy inParis angelegten Steinpflasters einzelne Steine hatteneine Lange von vier bis fünf Schuhen und eine Breitevon neun bis zehn Zoll. So gut und bequem alsoauch die großen Steine für Fußgänger sind, so nach-theilig werden sie doch für das Zugvieh, wegen desoben angeführten Umstandes, und schicken sich daherzum Fahrbett unsrer Straßen und Gassen nicht mehr!

In Städten werden daher zweyerley Pflaster an-gelegt; das eine längs den Häusern, 'tsiub. II. 21.n, auf vier bis zehn Schuh breit, und das andere din der Mitte der Straße selbst; jenes aus großen, unddieses aus kleinen Steinen bestehend. Oefters wirdindessen die Wahl der Steine von der Nähe der Stein-brüche selbst abhängen, und es dürfte in den mehre-