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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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sondern große Steine auf die hohe Kante sezt, weilsich dieselben in die Gründung eindrücken, mithin Un-gleichheiten entstehen könnten, werden zuerst solche kleineKiesel oder zerschlagene Bruchsteine geworfen, welche inalle Zwischenraume dieses Grundbaues eindringen kön-nen. Bleiben dann noch Fugen darin, so müssen die-selben mir einzelnen Steinen ausgestopft, verkeilt, unddarauf mit der Handramme gestoßen werden, damit derErundbau geschlossen sey und alle Zwischenräume des-selben ausgefüllt werden. Dazu wird auch der Schuttvon alten Mauern oder kleine Kiesel vortrcfiiche Diensteleisten. Ehe nun nach dieser Methode eine Tagsschichtegeendigt wird, müssen die Steinsetzer das des Morgensangefangene Stück vollkommen beendigt haben, weil inder Nacht ein Regen eintreten und die Hölungen aus-schlämmen, ja ein muthwilliger Fuhrmann viel zerstö-ren könnte. Zu dem Ende müssen die Pflasterer überdas sorgfältig verkeilte Stück groben Sand schütten unddenselben mit einem stumpfen Besen überall hinkehrcn,dann aber endlich mit der Handramme so lange stam-pfen, bis es fest ist. Es versteht sich daher, daß dieSchlußreihe eines jeden Tagewerks mit Sorgfalt ge-siezt werden muß, damit sie nicht ausweiche. DieseRegel gilt also für alle Steinpflaster.

Z. ny.

Am besten laßt sich nun eine Straßenanlags vonder Tiefe Bergan arbeiten, weil man auf diese Weisedie Sternlagen dichter schließen kann. Diese Vor-