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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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177
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Schwieriger wird indessen die Errichtung der Fut-1er- und Wandmauern in Lehm- oder Thongebirgen,die mit vielem Wasser geschwängert sind. Das Was-ser zerstört nämlich die Futtermauern, und die so auf-geweichte und ihrer Cohäsion beraubte Erde drückt mitGewalt gegen diese Mauern. Endlich sind solche Bergeöfters hoch und so lang, daß es gänzlich umhunlichist, längs denselben Wandmauern anzulegen. Da mußman also dieselben mit Verzaunungen von grünen Wei-den befestigen.

Diese Abrutschung der Erdschollen oder das Ab-sacken der von Wasser durchdrungenen Thon- und Erd-schichten, ist auch dadurch zu verhüten, daß man dieHauptquellen abbohrt, wie ich dieß im III. Bande mei-ner Wasserbaukunst gelehrt habe, oder dieselben in Röh-ren faßt, und mittelst derselben, oder binnen, das Was-ser dergestalt über die Straße hinleitct, daß das Fuhr-werk darunter wegfahrt, wie in^ig, i3. bey I, l'ab.II.geschieht. Sind solche Duellen aber so groß, daß sienicht in Röhren gefaßt werden können, so mauereman Kaskaden auf, über welche das Wasser herab,stürzt uno führe dasselbe unter oder über die Straßemittelst Aquädukten, wie es in k'IZ. n und « deut-lich gemacht ist.

§. " 8 .

Jezt kehre ich zur Beschreibung der Anlage einerBruchsteinstraße zurück. Ueber das erwähnte Stein-pflaster n L IRg. 2., 1'ab. I, worin man nicht kleine

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