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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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187
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k'IZ. 6, damit aus deren Steinkörper oder dem Fahr-wege die Nässe aussickere. Es versieht sich jedoch, daßunter diesen Umstanden die beyden Bankers gleich anden Hauprfahrweg cmsioffen müssen.

H. i;o.

Diejenigen Kalkgebirge, welche aus einzelnen Stein-massen bestehen, haben mit dem lockern und von einerfesten Rasendecke und Hol; entblößter Thongebirge dennachteiligen Umstand gemein, daß die Schneelavincndavon grosse Stücke abreisten und auf diese Weise dieStraßen nur Erdschollen und Steingerölle bedecken, in-sonderheit auch die Bache und Flüsse mit Steinen an-füllen. (b'ig. 8. lull. I.) In solchen gebirgigen Ge-genden laßt es sich daher nicht selten mit Lebensgefahrreisen. Selbst die starken Regengüsse bringen einenähnlichen Effect hervor. Dieser Lokalfalle wegen mußbey der Wahl der Straßenzüge auf den Abgang desSchnees von den Berglehnen und auf die Bestand-theile des Steingeschiebes, so wie der Erde, auch aufden Umstand, ob die Berge von Holz entblößt sind,sorgfältig geachtet werden. In vielen Landern hat auchleider die Abftötzung der Berge seit der Zeit, da manden Grundeignern und Communitaten nachgesehen hat,daß sie die Waldungen niederhauen, ohne wieder aufAnsaamung zu denken, auf eine sehr beunruhigende Artzugenommen; ja, die Regengüsse spülten und rissenvon den von Buschwerk und Holz entblößten Bergenungeheuere Massen von Steinen und Erdschollen her-unter und so wurden die Berge steiler, die Straßen