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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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193
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nothwendig seyn, sondern man wird sich mit Kieslagenbefriedigen können. Anders aber ist der Fall bey demgelblichen Sande, welcher nicht nur selbst vielen Thonund Mergel enrhalt, sondern zwischen dem öfters Mer«gel. und Thonlagen angetroffen werden. Ein Boden,der die Anlegung einer guten Straße sehr erschwert.Bey solchem wird man also genöthigt, die angegebeneErdlage und darüber Bruchstein und Kieslagen zugleichoder letztere allein aufzuführen, wie es oben gelehrtwurde, um eine feste Straße zu erhalten. Da, woaber in solchen Sandgegenden alle Steine fehlen, magman nebst jenen Ansaamungcn und Anpflanzungen einenSchuh hoch Erde oder reinen Lehm auffahren lassen,damit der flüchtige Sand im Fahrbette mehr Consistenzgewinne, und einen geringern Widerstand für dasFuhrwerk verursache.

H. i;;.

Nachdem ich mich bis jezt bemühet habe, die Anlagedauerhafter und bequemer Kunststraßen in den schwie-rigsten sowohl, als leichten Fallen zu lehren: so wirdes nicht überflüssig seyn, noch ein solches Beyspiel,an welchem die Kunst, gute Straßen anzulegen, vor-züglich wird erkannt werden, anzuführen. Das Idealeines beschwerlichen Lokals habe ich deßwegen auf deruten Kupfertafel, 12, in einer topographischenKarte entworfen. Es stellt eine aus Felsen und Stein-gerölle bestehende Gebirgsgegend dar, die viele Ge-wässer und Schluchten enthalt. Ihre Kuppe L liegtüber dem höchsten Wasserstande des Flusses ^ 6 rr