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Theoretisch-praktische Strassenbaukunde / Carl Friedrich Wiebeking
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380
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Auflage auf das Salz zu dem Straßenbau nichthinreicht. c) Um aber diese baaren Ausgabenzu verringern, und da es billig ist, daß diejeni-gen, welche in der Nahe der Straßen wohnen,mehr als die Emferntern leisten, so sollten dieauf drey Stunden von der Straße wohnendenAugviehbesitzer, je nach ihrer Entfernung i bis6 Materialhaufen zu »8 Kubikschuhen auf jedesPferd und die Hälfte auf jeden Zugochsen undjede Zugkuh, unentgeldlich anfahren, und für dieübrige Beyfuhr des Materials müßte eine billigeTaxe eintreten, welche je nach den Entfernungenvon der Straße gefahren werden sollte. DieseMaaßregel ist deswegen nothwendig, weil sonstdie Baukaße in die Hände weniger Unternehmerfallt. Denn zu allen Arbeiten, wofür der wenigvermögende Landmann nicht ohne weite Wege zumachen, wöchentlich oder wenigstens monatlichsicher bezahlt wird, will sich derselbe nicht ver.stehen. Es werden sich daher nur reiche Post.meister und dergleichen Leute, die wohl gar mitden Bauaufsehern gemeine Sache machen, dazubereitwillig finden lassen, weshalb denn auch dieBeyfuhr enorm hoch zu stehen kommt. Auchkann der Landmann wahrend des Sommers, wodie Wege nach den Kiesgruben und Steinbrüchengewöhnlich gut sind, nur wenige Tage fahren,weswegen es ihm nicht der Mähe lohnt, für Geldsolche Fuhren zu leisten. Hierzu kommt noch,daß er, um zu seinem Verdienste zu gelangen,