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Ueber den Bau der Erde in dem Alpen-Gebirge zwischen 12 Längen- und 2-4 Breitengraden : nebst einigen Betrachtungen über die Gebirge und den Bau der Erde überhaupt : mit geognostischen Karten / von Johann Gottfried Ebel
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352
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4 -

Jedes Gebirgsganze trägt, wie das Alpengebirge,die gräfslichen Spuren einer furchtbaren Zerreissungund Zerstörung an sich, ist, wie jenes, von unzäh-ligen stuffenweis übereinander liegenden Längen-und Queerthälern und Klüften durchschnitten, undhat in allen äussern Beschaffenheiten, abgerechnetdie Verschiedenheiten in Höhe, Breite und Länge,sehr viel Gemeinsames mit jenem.

5 .

Der Hauptkörper jedes Gebirgsganzen bestehtaus C//y r e/j'-Gebilde, welches von den verschiedenenFlötzgebilden des T/tonschiefers , des iihern undneuern Kalksteins, des Sandsteins u. s. w. umgür-tet, bisweilen auch davon bedeckt ist.

6.

Die Ur- und Flötzgebilde zeigen in allen Welt-theilen dieselben geognostischen Erscheinungen inBetreff ihrer Felsarten, der Mengungsverhältnisseihrer Bestandtheile, ihres krystallinischen Korns,der ihnen eingesprengten krystallisirten Fossilienund aller übrigen Eigenthümlichkeiten, wovon un-ter den verschiedenen Zonen äusserst geringe Ab-weichungen stattfinden.

7 .

Der Urkalkstein , welcher eine so bedeutendeFelsart der Uralpen ausmacht, zeigt sich in allenbisher untersuchten (Jrfelsgebilden auf gleiche Weise;und es ist keinem Zweifel unterworfen, dafs derselbeüberall unter den Urfelsarten eine wichtige Stelleeinnimmt.

Der