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Bericht der vom Schweizerischen Bundesrathe einberufenen Herren Rathsherr Geigy von Basel und Ingenieur Ziegler von Winterthur über die Ausführung eines Schweizerischen Eisenbahnnetzes in finanzieller Beziehung
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Auslande suche, eine erklekliche Summe im Jnlanve ge-zeichnet sein muß, weil darauf hauptsächlich an den Börsengesehen wird. Nun darf man- nicht erwarten, daß beieinem reinen Anleihen zu 4 "/g große Beiträge vonSeiten unserer einheimischen Kapitalisten gezeichnet wer-den; Handlungshäuser, Handwerker rc. betheiligen sichin der Regel bei Staatsanleihen nicht, hingegen glaubeich, daß Eisenbahnpartiale mit eventuellem Nutzen aufdie Art und Weise, wie sie der Vorschlag enthält, Be-theiligung nicht nur bei unsern Kapitalisten, sondernauch bei einem größern Publikum finden dürften. Eswird zu einer Art Nationaluntcrnehmen, wobei alleKlassen Theil nehmen und selbst weniger Bemittelte gerneihr Schärflein beitragen- Auf diese Weise könnten bald20,000 Partialcn untergebracht sein, die bereits eineSumme von 10 Millionen Franken bilden, genügend,um Hoffnung zu haben, das Uebrige im Auslande zufinden.

Die störende Konkurrenz, welche im Anbieten vonAktien bei Privatgesellschaften kaum zu vermeiden ist,wird bei den vom Staate ernannten Vcrwaltungsräthenweniger stattfinden können, weil nicht ein persönliches,sondern ein gemeinsames Interesse leitet und weil imFalle von Störungen der Bundcsrath die Befugnißhätte, die Partialen für eine Linie erst auftreten zu lassen,wenn diejenigen einer andern Linie ganz untergebrachtsind.

Ist nun gegründete Aussicht vorhanden, bei Partialenmit Zi/r "/> Zinsgarantic im Jnlande eine Summe vonvielleicht 10 Millionen zu finden, während nach meinerAnsicht bei einem Anleihen zu Zl/?»/» nichts, und zu 4 °/»>wohl kaum einige wenige Millionen gezeichnet würden,womit man nicht vor das Ausland treten dürfte, so

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