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Vierzehnter Jahres-Bericht des Directorii der Breslau-Schweidnitz-Freiburger Eisenbahn-Gesellschaft über das Verwaltungsjahr 1855
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Einfluß, auf die Verkehrs-Verhältnisse ausübe» werden, erst nach Eröffnung der Königszelt-LiegnitzerEisenbahn vollständig und zum reichen Segen für das Unternehmen entwickeln; ebenso sind auf dieserStrecke mannigfache landwirthschaftlich-industriclle Etablissements in der Ausführung, andere im Entwurfbegriffen, und insbesondere wird äußerst vortheilhaft ein Hohofen-Etablissement einwirken, welches voneiner ebenso intelligenten als vermögenden Gesellschaft unweit Waldenburg aufgeführt wird.

Welch' erfolgreiche Aussichten übrigens die an allen vier Endpunkten der Bahn in näherer oderentfernterer Zeit bevorstehenden Anschlüsse eröffne», wenn der durch die Weisheit Seiner Majestät desKönigs dem Laterlande so glücklich gewahrte Frieden uns auch fernerhin, wie wohl mit Sicherheit vor-ausgesetzt werden kann, erhalten bleibt, werden Jedem, der in den letzten Jahren die im Eisenbahn -Betriebe gemachten Erfahrungen verfolgt hat, in die Augen springen und die hier ohne alle Illusionangeführten Boranssetznngen volle Bestätigung finden, so daß wir ohne alle Besorgniß die Annahme derim Anhange gehörig motivirten Anträge zur Verlängerung der Bahn bis Frankenstei», so wie zu diversen,durch das Bedürfniß gebotenen Erweiterungen empfehlen können.

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Wir sind in der Lage, auch über diesen hochwichtigen Gegenstand ei» befriedigendes Resultat vor-zulegen. Während Bahnkörper nebst Oberbau, Locomotivcn und übrigen Fahrzeuge in einem durchausnormalmäßigen Zustande erhalten worden, die durch einen zwölfjährigen Betrieb bewirkte Abnutzung viel-fache Erneuerungen erforderlich gemacht und diverse Erweiterungen der auf den Bahnhöfen befindlichenAnlage», so wie die umfangreiche Renovation des Freibnrger Bahnhofes aus der Betriebs-Einnahmebestritten worden, hat dennoch der Procentsatz der Ausgaben nur eine äußerst unbedeutende Steigerungim Verhältniß zu dem des Jahres 1854 erfahren und Veranlassung znr Erhöhung der Dividende von6 auf 8% Prvcent gegeben, abgesehen davon, daß:

1) sämmtlichen Beamte», mit Ausschluß der höchst besoldeten, eine Theucrnngs-Zulage von 7 Pro-cent gewährt,

und daß:

2) der Beitrag zum Beamten-Unterstntzungö-Fvnds von 1000 Thalern auf 1200 Thaler erhöhtworden ist.

Erwägt man, daß ein Betrieb, welcher in 3 AbtheilungenBrcSlau-Frciburg",Freiburg-Waldcn-burg" undKönigszelt-Schweidnitz-Reichenbach" durch besondere Dampfzüge bewirkt werden muß, inPersonal- und in Transport-Kräften einen ungleich größeren Auswand erfordert, als ein solcher auf einergerade fortlaufenden Linie von gleicher Ausdehnung, so wird unsere Ansicht bezüglich der erzielten Resul-tate gewiß gerechtfertigt erscheinen.

Wir fühlen uns daher mit so mehr gedrungen, offen anzuerkennen, daß die große und unausgesetzteAufmerksamkeit und strenge Aufsicht, welche unser Betriebö-Direetor, Herr Baurath Eochius, ungeachtetseiner von allen Seiten in Anspruch genommtnen Thätigkeit, diesem Berwaltniigszweige widmet, sehr vielzu dem günstigen Ergebniß desselben beiträgt.

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An Betriebs-Mitteln sind im Laufe des Jahres 1855 hinzugetreten:

2 Locomotiven nebst Tender,

82 vierräderige Güter-Wagen.