Leben in der Stadt.
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Die Industrie St. Gallens war im Mittelalter dieLeinwandweberei und stand in hoher Blüte, ln -der Mittedes 18. .Jahrhunderts fand durch Eingewanderte die Mousse-linbereitung Eingang. Heute ist vorherrschender Industrie-zweig die Maschinenstickerei, und der Handel drehtsich vorzugsweise um diese und geht nach allen Erd-teilen. Die Stadt St. Gallen und ihre beiden Nachbar-gemeinden Tablat und Straubenzell, die mit ihr ein Yer-kehrsgobiet ausmachen, zählen 126, 225 und 347, zusammen698 Stickmaschinen. Eine ernste Krisis in diesem Berufs-zweige brachte ihn von 946 Maschinen, die jener Umkreis1880 zählte, zehn .Jahre später auf den genannten ge-ringeren Betrag herab. Ein weiteres Verkehrsgebiet bilden,mit St. Gallen als Mittelpunkt, die Kantone St. Gallen .Appenzell und Thurgau, das österreichische Vorarlberg ,das Fürstentum Liechtenstein und 'Peile angrenzenderKantone, sowie Baierns, mit zusammen 21.375 Maschinen,die dem „Stickereiverbande“, und 285 Maschinen, die ihmnicht angehören.
Das hauptsächlichste Ausfuhrgebiet für die St. Gal-lische Maschinenstickerei bilden die Vereinigten Staaten von Nordamerika , mit einem Ausfuhrwert von 39 MillionenFranken . Die Ausfuhr nach England beträgt 24, nachItalien 9nach Frankreich 8. nach Deutschland 3'/-'.nach Spanien 2 'h Millionen Franken . Die genanntenZahlen sind die des Jahres 1887. Seither sind sie be-deutend gestiegen. Noch viele andere Handels- und In-dustriezweige blühen in St. Gallen , die aufzuzählen unszu weit führen würde.
Dass auch die geistigen Interessen ihre Berücksich-tigung finden, zeigen die Zahlen von 7 Buchhandlungenund 9 Buchdruckereien allein im Stadtgebiete, noch weitmehr aber die trefflichen Schulen, für welche St. Gallenungemein viel verwendet, und welche diese Stadt aneine der ersten Stellen in der Schweiz erhoben haben,ihre wissenschaftlichen und künstlerischen Vereine, unterdenen der historische Verein, die geographische und dienaturwissenschaftliche Gesellschaft, der Kunstverein unddie vielen musikalischen Vereine hervorzuheben sind,endlich die Archive, Bibliotheken und Museendes Kantonsund der Stadt. Auch an wohlthätigen Anstalten. Ver-einen und Sammlungen bei jedem Unglücksfall ist inSt. Gallen kein Mangel. Die Stadt geniesst in dieser Be-ziehung einen wohlverdienten Ruf. Ebenso sind die ge-selligen Eigenschaften der Bewohner St. Gallons schätzens-
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