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Zweiter Band.
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Von, Baue der Futtermauern. 105

ebenfalls findet man die Dimensionen von 20' Höhe, wennMan 10 zweimal nimmt u. s. w.

§. 63. Die Anwendung dieser Tabelle setzt aber so-wohl die Festsetzung der Böschung voraus, welche durchdas Verhältniß der Ausladung der Unterbreite über derOberbreite zu ihrer senkrechten Höhe bestimmt wird, alsauch, ob die Mauer mit Fußbänken, Strebepfeilern, oderohne dieselben aufgeführt werden soll, daher im Allgemei-nen Folgendes bemerkt wird.

Die wagerechtcn Pressungen der Erde nehmen im Qua-drate der Druckhöhe zu, und ihr Mittelpunkt liegt in ider Druckhöhe, von unten gemessen. Die Futtermauernmüssen daher wenigstens bis zum Mittelpunkte des Erd-drucks von oben herab verstärkt werden, oder eine Abbö-schung haben, um für einerlei Durchschnittsinhalt eine grö-ßere Standhaftigkeit derselben zu erhalten. Eine verticaleVorderböschung erfordert den meisten Aufwand' an Mate-rialien, dagegen ist solcher bei einer bis zu einer gewissenGrenze vermehrten Ausladung geringer. Allein würde mandennoch die Vorderböschung möglichst groß annehmen, soist dabei zu bemerken, daß die Steine und der Mörtel beieiner flachen Abdachung leicht verwittern, und wenn die Fut-termauern in der Vorderseite mit regelmäßig rechtwinkeligenSteinen aufgeführt werden, diese alsdann bei wagerechter La-gerfügung nach Verhältniß über einander hervorstehen werden.Daher kann die Böschung bei Ziegelmauern und bei Futter-mauern von Werkstücken nur sehr gering angelegt werden. NachEytelwein darf die vordere Ausladung bei Futtermauernvon Werkstücken nicht größer, als der achte Theil, und beiZiegelmauern nur «V bis höchstens der Höhe gleich ge-nommen werden. Freilich könnte man die Werkstücke amWordcrhaupte selbst abböschen, und die Backsteine nach derBöschung formen, oder sie auch nach Weltmann abschlei-fen lassen; allein in beiden Fallen würde Material und Ar-beitslohn verloren gehen; wollte man aber die Futtermaueraus der Vorderseite mit Quadern oder gebrannten Steinen so