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Zweiter Band.
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Dritte r»Abschnittl

wo der Strom des Wassers eine unveränderliche Richtunghat, werden nur Buhnen oberhalb, mit dem Ufer unter ei-nem sehr stumpfen -Winkel, angebracht; Buhnen in einerentgegengefetzten Richtung, d. h. stromaufwärts unter einemspitzen Winkel, hat man hier auch nicht für zulässig gehal-ten, eben so wenig als die rechtwinkeligen. (M. s. denMittelrhein von van der Wyck, 1825.) Wiebekingsagt, daß die senkrechten Buhnen am Niederrhein und inHolland mit dem glücklichsten Erfolge angewandt seyen; auchwerden sie von ihm selbst in seiner Wasserbaukunst sehroft vorgeschlagen. Eytelwein und Wvltmann war-nen sehr vor den senkrechten Buhnen oder vor solchen, dieunter einem spitzen Winkel gegen den Strom gelegt werden;denn nach Ersterem wird man bei einer steilen Lage der Buhneund bei hohen gegenüber liegenden Ufern selten Berlandunghinter derselben, sondern vielmehr eine vergrößerte Tiefe amKopfe antreffen, und nur, wenn die Buhne eine gewisseNeigung gegen den Stromstrich hat, findet man unterhalbein Sandfeld angelegt. Wenn dagegen die Buhne einennoch merklich kleineren Winkel mit dem Stromstriche bildet,oder noch viel schiefer gegen denselben angelegt ist, so fin-det sich auch selten Berlandung. Es scheint also, sagt Ey-telwein , als wenn es für verschiedene Ströme bei einergewissen Lange des Einbaues, Strombreite und mittlerenGeschwindigkeit, nur einer bestimmten Neigung, unter wel-cher Buhnen angelegt werden müssen, bedarf, von der mansich nicht zu sehr entfernen muß, wenn man nicht den End-zweck der Berlandung verfehlen will.

Aus dem, was Schulz (s. dessen Versuch eini-ger Beiträge zur hydraulischen Architektur; Kö-nigsberg 1808, S. 211 u. f.) über die senkrechten Buh-nen angeführt hat, ergeben sich folgende Resultate:

1) Senkrechte Buhnen verursachen an ihrem Kopfe in derRegel Vertiefung oder Ausspülung des Strombettes,und zwar ist diese desto größer, je weniger der Stromsich da, wo die Buhne liegt, ausbreiten kann, und je

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