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Dritter Band.
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Einleitung.

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denn je höher ein Bogen gespannt wird, desto größere La-sten kann er tragen, und je senkrechter der Druck des Ge-wölbes auf seine Widerlagen wirkt, desto weniger sind dieletzteren in Gefahr, auseinandergedrückt zu werden. Meinsie erfordern eine große Höhe, folglich sehr hohe Ausfahrten.

Die neueren Brückenbaumeister haben daher zweckmäßigereFormen aufgefunden. Die lehrreichsten Muster dieser Artbieten uns die neuen französischen Brücken dar, welche sichdurch ihre Größe, durch ihre Kühnheit, durch ihre muster-hafte Einrichtung und durch ihre Schönheit vor den Brückenaller übrigen Völker auszeichnen. In keinem Lande ist derBrückenbau wissenschaftlicher betrieben, und nirgends eine sogroße Menge steinerner Brücken erbaut worden, als inFrankreich . Die ersten Brücken daselbst waren sowohl inihrer Einrichtung, als in ihrer Construction unvollkommen.

Allein als die Regierung im Zahre 1720 unter Ludwig XV. eine eigene Abtheilung von Baumeistern zur Leitung desBrücken - und Straßenbaues, Corps dIngenieurs desponts et chaussees, errichtete, stieg der Brückenbau inFrankreich zur höchsten Vollkommenheit. Die Kühnheit derEntwürfe aber, welche in der letzten Halste des verflosse-nen Jahrhunderts zu Extremen der Brückendimensionenführte, erregte eine allgemeine Bewunderung. Man bauteBrücken, deren Gewölbe, ungeachtet ihrer ansehnlichenWeite, nach äußerst flachen Bogen gespannt wurden. Al-lein wegen der damit verbundenen beschrankten Anwend-barkeit mußten diese den Brücken mit mehreren kleinen Bo-gen weichen.

Den Fortgang des Brückenbaues und des Einzelnen,das bei diesem wichtigen Gegenstände das allgemeine Interessein Anspruch nimmt, findet man in der von I. S. Erschund I. C. Gruber herausgegebenen Allgemeinen En- *

cyklopadie der Wissenschaften und Künste (Leipzig 1824) unter dem ArtikelBrücke," durch die Denkmälerselbst, welche nach den Völkern und Zeiten geordnet sind,ausführlich dargestellt, und aus diesem Werke in dem von

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