Band 
Dritter Band.
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Einleitung.

Europa nur einige Aufmerksamkeit schenkte; denn erst seitungefähr 15 Jahren wurde in England daran gedacht, solcheBrücken nicht allein für Fußgänger, sondern auch für schwereFuhrwerke zu bauen. Der Ingenieur Telsord machte zu-erst darauf aufmerksam, und schlug vor, eine solche Ketten-brücke über den Mersey zu bauen, wo er sich mit demBridgewater-Canal vereinigt. Wenn aber auch in Deutsch­ land schon im Jahre 1785 eine Kettenbrücke bei Weilburg gebaut wurde, so findet man doch dessenungeachtet wederin der dahin gehörigen Abtheilung der Wasserbaukunst vonWiebeking, noch in der Anleitung zum Stra-ßen- und^Brückenbaue, von K. C. v. Langsdorf,Manheim und Heidelberg 181719, 2 Theile, noch in derPraktischen Darstellung der Brückenbaukundenach ihrem ganzen Umfange, von G. L. A. Röder,Darmstadt 1821, etwas von den Kettenbrücken erwähnt.In England scheint diese Idee erst durch die nähere Be-kanntschaft mit den Nordamerikanischen vereinigten Staatenund durch das öftere Bereisen derselben Eingang gefundenzu haben. Man ist aber nach den seit etwa 12 Jahrenhierüber gemachten Erfahrungen von der Zweckmäßigkeit die-ser Brücken so überzeugt, daß man an beiden Ufern derMeerenge von Menay erst steinerne Brücken erbaute unddann von den Endpfeilern derselben mittelst eiserner Pyra-miden den übrigen Theil der Meerenge auf eine Weite von560 engl. Fuß überspannt hat. Navier wurde freilichnach England geschickt, um sich näher von der Zweckmäßig-keit der Kettenbrücken zu unterrichten und sie in Frankreich einzuführen; allein die Idee selbst scheint hier eben so frühals in England in Vorschlag gekommen zu seyn, dennPoyet hat schon vor 24 Jahren über die Ausführung vonKettenbrücken geschrieben, aber Niemand für seine Idee ge-winnen können. Auch hat der Ingenieur Belu schon imJahre 1807 den Vorschlag gemacht, eine Kettenbrücke überden Rhein zwischen Wesel und Rüdrich zu bauen, und Se-guin d'Annonay machte mehrere Entwürfe zu Brücken