wie Hr. Oberst Hegner in seinem Berichte vom Juli 1818sagt, nur „durch unermeßliche Massen von Geschiebe mög-lich war." Hr. Oberingenieur Wex sagt im Konferenzpro-tokoll vom 21. Dez. 1855: Der Rhein habe seine Uservom Jahr 1796 bis 1826 um 216 und in den letztenzwanzig Jahren nm 102 Fuß weiter in das Seebecken vor-geschoben, und berechnet die dazu nöthige Geschiebsmasseauf 20 bis 30,000 Kubikklafter jährlich. Für dieseVeränderungen muß doch manch ein Steinchen bewegtworden sein! Im vierten Hefte der Rheinaktensammluugsagen die HH. Hartmann und Kink, die Erhaltung desRheines sei ohne Regulierung nicht möglich mehr, „wegendes ihm von allen Seiten zukommenden massenhaftenGeschiebes." Ebendaselbst führen die HH. Hartmann undWex an, wie die Rheinhochwasser mit jedem Jahre einegrößere Geschtebsmenge heranwälze, wie ein einziges Hoch-wasser öfters eine mehrere hundert Klafter lange, bei hun-dert Klaftern breite und fünf bis acht Fuß hohe Schotter-bank ablagere u. s. w. Sie fügen wörtlich bei: „Die Ge-„röll- und Schotterablagerungen erfolgen auf der ganzen„Länge des Stromlaufes und haben insbesondere in der„obern, mehr verwilderten, Strecke eine wahrhaft besorgniß-„erregende Höhe und Ausdehnung erlangt."
Endlich sagt Hr. Oberingenieur Hartmann auf S. 156des angeführten Heftes: „Es ist nicht zu läugnen, daß das„starke Steigen des Sees der Ausführung der Geschiebe„und zwar gerade zu der Zeit, wo dieselben im Bette des„Rheins sich am ehesten vorwärts bewegen, ein sehr großes„Hemmniß entgegenstellt, allein unmöglich wird dadurch„die Ausfuhr der Geschiebe dennoch nicht. Dieß beweiset„die nahe Bregenzerach, welche bloß reinen Schotter in den„See ablagert und mehrere andere Flüsse, welche in den„Bodensee sich ergießen, wie die Laiblach, die Argen, Stei-„nach, Goldach rc. Der Rhein selbst gibt Zeugniß, wie