diese noch ob Dotzigen aus der Aare geholt werden, undden Sand dazu mußten die Meienrieder im Frohndienstherbeischaffen. Heute find die Sandbänke bereits bis Burenund von Büren hinab vorgeschoben, zwischen Dotzigen undMeienried sind unermeßliche Grienlager deponirt wordenund ihre Vorposten siud bereits gegenüber Meinisbcrg undin der Langen Fuhren zu finden. Das alte römische Mauer-werk, das zur Zeit des Ueberganges zwischen Bnetigen undBnßwyl sichtbar war, ist heute, wer weiß wie tief, unterdem Geschiebe der Aare vergraben! Wir haben im Laufeder Fünfziger Jahre einmal die Ehre gehabt, den damalsnichts weniger als geschiebsfeindlichen Hm. Ochsenbein ineinem Dreilädner die Aare hinab zu begleiten, und wirerinnern uns noch ganz gut, mit welcher Mühe er damalsdie riesenhaften Geschiebsbänke zwischen Dotzigen und Menüs-berg seiner dannzumaligen Geschiebsführungstheorie anzu-passen suchte, und die rasche Umwandlung des Gerölles in„Sand" plausibel zu machen sich Mühe gab.
Noch jetzt kann mau sich bei klarem, Hellem Wasseran der Brücke zu Aarberg mit Augen und Ohren über-zeugen, daß und wie die Aare Geschiebe abwärts treibt.Wie viel mehr muß dieß der Fall sein, wenn die Aare an-geschwollen ist und mehr Triebkraft besitzt.
Was aber einmal unterhalb Aarberg liegt, wird nichtwieder dahin zurückkehren, woher es gekommen ist Daßdann unterhalb Aarberg alles Geschiebe in so kurzer Zeitrein zu Schlamm solle verrieben werden und dann alssolcher nach Holland getragen, das mag Hr. gOchsenbeinbehaupten, aber glauben wird es ihm Niemand.
Es gehört nicht nur Unkenntniß, es gehört Starrsinndazu, gegenüber unsern Wasserbau-Koryphäen und gegen-über den augenfälligsten Thatsachen den Geschiebstrieb un-serer Wild- und Vergströme wegläugnen zu wollen. Wärewirklich der Geschiebstrieb eine Einbildung und weiter nichts,