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Die Versumpfung des Seelandes durch Herrn General Ochsenbein und die Entsumpfung desselben durch Herrn Oberst Lanicca / nachgewiesen durch A. Kocher
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die von Aventicum nach Vindonisia führte, 8 Fuß unterder jetzigen Oberfläche ist gefunden worden, ferner die imAnfange dieses Jahrhunderts im Dorfe Meienried ausge-grabene Feuerstätte, auf der noch eine unversehrte Thonlampestund, und die ebenfalls etwa 8 Fuß unter der Erd-oberfläche lag, ferner die tief unter der Oberfläche liegen-den/ gepflasterten Ablaufrinneu bei Brügg und Umgebung,die von Hrn. Oberst Koch erwähnten eichenen Stöcke imgroßen Moos, die, liegenden Stämme und Stöcke das ab-gehauenen Waldes bei Fehlbaum am See, die noch imJahre 1840 gefunden wurden, die Menge von Resten wohl-erhaltener Straßenpflaster römischen Ursprungs, im großenMoose und bei St. Johannsen, die 56 Fuß unter demBoden liegen; wenn man diese Erscheinungen alle inBetrachtung zieht, so schwindet auch der letzte Zweifel, daßder Spiegel der Juragewässer, sowie die Sohlen der Flüsseund die Mööser jetzt nicht höher liegen, als zur Zeit derrömischen Herrschaft.

Und woher sollte diese Erhöhung entstanden sein, alsdurch die Anschwemmungen der Aare von größerem Ge-schiebe so weit das stärkere Flußgefälle vorhanden war, undvon kleinerm, feinerm Sand und Schlamm, wo das stär-kere Gefalle sich verloren hatte! Daß dabei die Torsmööservon unten nach oben mitgewachsen sind, und auf welcheArt und Weise, das hat die Wissenschaft längst dargethan,ohne daß das Weitere hieher gehörte.

Es ließen sich für die Thatsache, daß auch jetzt nochdas Geschjebe der Aare, Schofler und Gerölle, jedes Jahrim Bette derselben vorwärtsrückt, Hunderte lebender Zeugenanführen. Noch in den Zwanziger Jahren des gegenwär-tigen Jahrhunderts konnte man in den verschiedenen Armender Aare zwischen Dotzigen und Meienried sich baden, ohneein Sternchen anzutreffen. Als damals der Schloßhof inBüren mit Aarenplättli sollte neu bepflastert werden, mußten