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Rheinbrücke

zwischen

Mannheim »nd h«4wigshafen.

Vorbemerkung.

bekanntlich mündet die Badische Staatshahn „Basel-Mannheim“ in ihrer nördlichen Richtung in der Nähedes sogenannten Heidelberger Tliores in Mannheim aus, und setzt sich von dem Personenbahnhof eine besondere Seiten-bahn, die Stadt, auf dem sic einschliessenden Neckardamme umkreisend, nach den Hafenanlagen am Neckar und Rheine weiter fort.

Auf dem jenseitigen Ufer des Rheinstroms enden die beiden Bahnen „Ludwigshafen-Bexbach“ und „Lud-wigshafen-Mainz“ und zwar beide Bahnen in eine unmittelbar am Rhein gelegene Kopfstation einlaufend.

Die beiderseitigen Bahnen, bezw. Bahnhöfe hatten bis daher keine andere Verbindung mit einander, als dieSchiffbrücke über den Rhein, welche den Strassenvcrkehr zwischen den beiden Städten Mannheim und Ludwigshafen ,sodann eine sogenannte Trajoctansta.lt, welche den Bahnverkehr vermittelt Die allgemeine Zunahme der Frequenzzwischen den beiden Städten und insbesondere der bedeutende Lokalverkehr mit der sehr volkreichen Umgebung sowohl,als auch die gesteigerten Verkehrsverhältnisse der beiderseitigen Eisenbahnlinien, machten in den letzten Jahren denMangel einer sichern und den Verkehr jeder Zeit fördernden Verbindung über den Strom sehr fühlbar, und wird dieserMangel recht empfindlich für den Personen- und Güterverkehr erst dann auftreten, wenn die badische Odenwaldbahn-Itoute Heidelberg-Würzburg , welche als eine Ilauptmasche des grossen Verkehrsnetzes anzusehen ist, dem Verkehrübergeben sein wird. *)

Zur thunlichsten Abwendung dieser Misssände wurde denn auch zwischen der Krone Baiern und Baden unterm27. Januar 1802 wegen Herstellung einer festen Rheinbrücke zwischen Mannheim und Ludwigshafen sowohl für denEisenbahn - als auch Strassenvcrkehr ein Staatsvertrag abgeschlossen und nach Artikel (4) desselben bestimmt, dass fürdie auf gemeinschaftliche Kosten zu erbauende Rheinbrücke eine gemeinschaftliche Commission niedergesetzt werden soll,um eine genaue Untersuchung der lokalen und sonstigen Verhältnisse vorzunehmen, und einen vollständigen Plan fürdie Brücke und die Verbindungshahn mit den beiderseitigen Bahnhöfen und die in letztem nothwendig werdenden Ab-änderungen auszuarbeiten. Diese Commission, bestehend von Seiten der König!, baierischen Regierung, aus dem Herrnvon Denis, Oberbaurath und Bahndirector, zugleich Vorstand der Commission, den Herren Regierungs- und Bau-rath Lavale, Bahndirector Jaeger, Obcrzollinspector von Soyez, Oberingenieur Basler und Bürger-meister Lichtenberger von Ludwigshafen , ferner von Seiten der Gr. badischen Regierung aus dem Herrn OberbaurathKeller, zugleich Vorstand der Commission, Herrn Oberbaurath Gcrwig, Bezirksingenieur Dyckerhoff, von Seiten derBauverwaltung, den Herren Director Zimmer und Oberbaurath Klingel von Seiten der Direction der bad. Verkehrs-anstalten, und den Herren Oberzollinspector Muff, Oberbürgermeister Achenbach und Handelskammer-Präsident Jörgcr, letztere von Mannheim , tagte unterm 9.—10. Juli 1802, und hat sich nach genauer Prüfung derverschiedenen Projoctc dahin entschieden, dass nach der einstimmigen Ansicht aller Commissäre unter den gegebenenVerhältnissen nur die Linie Nro. 4 , nach welcher die Brücke auf dem rechten Ufer im Mannheimer Schlossgarten bei

*) Erfolgte im Herbste 1806.

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