Band 
[Textband.]
Seite
61
JPEG-Download
 
  

der - dein Rangirhahnhofe Ludwigshafen zugekehrten Seite, eine Riechwalze zum Geradricliten der Gurtungsplatten, eine Hobel-maschine mit langem Schlitten und zwei Supports zum Abhobeln der Platten nach ihrer Längenrichtung, sowie eineweitere Hobelmaschine mit kurzem Schlitten und zwei Supports zum Abhobeln der Stösse der Platten; ferner Bohr--maschinen und Nietbänke sanimt den erforderlichen Schmiedefeuern; auf dem entgegengesetzten Raume waren eine llohr-maschine, eine Walze zum Gcraderichten der Winkelstäbe, verschiedene Fräs- und Bohrmaschinen, Kröpfapparate, derVentilator, Blechscheere, Nietenschmieden und andere Feuer etc. postirt; am westlichen Ende der Werkhiitte befand sichin einem besondern Anbaue die Dampfmaschine sammt Kessel und Pumpvorrichtung sowie Comptoir, Magazin, Werk-zeugschmiede, Wohnung etc.

Auf einem besonderen Schienengeleise, das p. p. 2,50 m. über dem Boden, längs den Pfosten der inittlernHalle angebracht wurde, laufen auf drei Wagen von eisernem Gitterwerk gebildet, je zwei bewegliche Bohrmaschinen,welche die ganze Fläche eines liegenden Brückenträgers bestreichen und von der Hänge, der Halle nach durchlaufendenTransmission, au der sich verschiebbare Rollen befinden, an jeder beliebigen Stelle in Bewegung gesetzt werden können;die übrigen Bohrmaschinen sind feststehend in den Seitenräumen aufgestellt und dienen hauptsächlich zum Montiren derkleinern Constructionstheile. Für die Winterszeit waren in dem Boden der Hallen an mehreren Stellen Röhren, inwelchen der abgehende Dampf der Maschine communicirt, eingelegt, zur Lagerung der Eisentheile, um dieselben hand-warm zu erhalten.

Die Erleuchtung der Werkstätte geschah durch an vier Stellen der ganzen Länge der Hütte nach einge-stellten Glastafeln aus rohem Glass und zur Nachtzeit durch eine eingerichtete Gasbeleuchtung.

Ausserhalb der Werkstätte befand sieb nun noch ein grösserer eingefriedigter Lagerplatz zur Unterbringungder bereits fertig jnontirten und wieder auseinander genommenen Brückenträger und der innern Constructionstheile,welchen sodann wie auch die Werkbütte selbst, Schienengeleise mit den definitiven Hauptsträngen der Brückenauffahrtverbanden.

Eise n m a t e r i a 1.

Das zur Briickenconstruction verwendete Eisenmaterial ist mit weniger Ausnahme, das von Cuillet inBelgien bezogen wurde, aus den Werken in der Pfalz und Rheinpreussen entnommen und lieferte die HüttenwerkeSt. Ingbert ; Flacheisen, Winkel und U-Eisen,

Bur hach: gewalzte Träger,

Dillingen: Bleche,

Neunkirchen: Flacheisen und Winkel undQuint: Winkel.

Das sänimtliche Material kam mit der Bahn auf den pfälzischen Strecken bei, und konnte schon vom Be-ginne der Arbeiten an, direct auf der für den Steintransport zum Unterbaue hergerichteten Schienengeleise, an dieWerkhiitte verbracht werden, und war es auch schon aus diesem Grunde angenehm, die Montirungswerkstätte auf demlinken Ufer zu besitzen, da hierdurch eiif Uebersetzcn des Eisenmaterials über den Strom überflüssig blieb.*)

Die Beschallung dieses bedeutenden Eisenmaterials in der kurzen Frist bot allerlei Misslichkeiten, wozu dennauch die Arbeitseinstellung, bezw. Reduzirung derselben, in den verschiedenen Etablissements, während der Kriegszeitim Jahre 1 <SGG nicht unwesentlich beigetragen haben, so dass man sich genüthigt sah, ein Quantum aus Belgien zubeziehen.

Als specitisches Gewicht des Eisenmaterials hat man 7,00 festgesetzt. Die Gewichte der einzelnen Walzeisen-sorten sind in der umstehend folgenden Tabelle zusammengestellt (s. auch Tafel Nro. XXXV.)

*) Auf der vormaligen Trajeetanstalt.