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Eine gute Vertheilung der Abträge und Aufträge kann die Einarbeiten auf das Minimum der Kosten be-schränken. Deßhalb ist die Anfertigung eines Derthcilungsprofils, welches genau angibt, wie weit die Schwerpunkteder Ab- »nd Aufträge lwri;ontal und vcrtical von einander entfernt sind, sehr wesentlich, und erleichtert die zweck-mäßige Verthcilung sehr, indem man gleich sieht, wodurch die geringsten Kosten entstehen, wenn man die Vcrthei»lung auf diese oder jene Weise vornimmt; auch kann bei der Kostenberechnung für Erdarbcitcn nicht leicht einIrrthum entstehe», weil man durch verschiedene Farben bildlich jeden Auf- und Abtrag vor Augen hat.
Es kömmt bicrbci hauptsächlich darauf an, die Transporte mit bcladcncn Wagen innerbalb der Bahnlinieso kurz als möglich, und wenn es irgend angeht, bergab zu bewirken. Bei tiefen Abträgen ist immer in Betrachtzu ziehen, was theuerer wird: ob man den Boden von der Seite ablagert und den Boden zu den Dämmen von derSeite entnimmt, mit Berücksichtigung de-s Werthes der Grundstücke, oder ob man besser thut, den Abtrag aus derBabnlinie in die Dämme einzubauen. Will man der Oeeonomie wegen das letztere vorziehen, so ist, wie wirschon früher im Tcrte bemerkten, auck> zu berücksichtigen, ob es möglich sei, den Damm unter diesen Umständen inder vorgeschriebenen Arbeitszeit zu vollenden. Ist dies nicht der Fall, so muß man zur Seite ablagern und von derSeite entnehmen, bis der Uebelstand der verlängerten Arbeitszeit verschwindet.
Z. B. ist es besser, die 33 t 1,7 Schachtruthcn zu 133 Enbicfuß, oder 3900 Schachtrutbcn ä 100 Cubicfußvon ^ nach 8 bergab 397 oder 300^ weit zu transportiren, oder solche bei I! von der Seite zu entncbmen undbei 8 von der Seite auszusetzen, wenn die Ouadratrnthc Land von 100 Cubicfuß bei V u. 8 2 Thlr. rostet.
Der Transport von äV nach 8 geschieht auf provisorischen Schienen, nachdem die zwischcnlicgenden Uneben-heiten ausgeglichen worden sind. Es sei fester Lehmboden, so gibt die Förderung, iuclnsivc Ausladung bei-V u. 8,pro Schachtruthe, bei einem Tagclohn von 10 Sgr., 6 Sgr. Wird von ^ bis 8 transportirt, so ist die Förderungeinfach; setzt man aber den Boden bei V von der Seite aus und entnimmt den fehlenden Boden bei 8, sokömmt der Fördcrlohn pro Schachtruthe, doppelt genommen, anf 12 Sgr. Für 3900 Schachtruthcn Boden bei 10^Hohe aufzuschütten, oder 1<E tief z. B. anszngrabcn, sind 390 Ouadratruthcn n 100 Cubicfuß Boden bei -V u. 8erforderlich, beträgt ä 2 Thlr. — 1960 Thlr. Der Transport mit Schubkarren auf 20° mittlerer Entfernung beträgtunter denselben Umständen 3 Sgr. pro Schachtruthe. Dieser muß ebenfalls doppelt gerechnet werden, also 8 Sgr.
Die Kosten für 3900 Schachtruthen an der Seite auszusetzen und wieder von der Seite zu entnehme», sindalso 3900 X 20 Sgr. -s- 1960 Thlr. ^ 3266 Thlr. 20 Sgr. -s- 1960 Thlr. --- 5266 Thlr. 20 Sgr.
Dagegen auf provisorischen Schienen 3900 X 6 Sgr. für Förderung, und 3000 X 20'/« Sgr. — 980 Thlr.Z- 3388 Thlr. 5 Sgr. — 3368 Thlr. 5 Sgr., wird also viel woblfcilcr, und da von bis 8 kein zusammenhän-gender Damm besteht, so wird mau auf vielen Stellen zugleich arbeiten können, um den Zwisebenraum von .-V biS8 schnell zu vollenden, und keine Verzögerung in der Ausführung entstehen, so daß es in jeder Beziehung vorthcil-haft ist, den Boden aus dem Abtrage bei V in den Damm bei 8 einzubauen, wozu, da täglich etwa 200 Schacht-ruthen eingebaut werden können, 25 Arbeitstage, oder 1 Monat, erforderlich sein wird. Die zwischcnliegendcnMassen von 700,3, 1080,3, 381,5, 3,3, 25,8, 3,8, 330,1, 1350,3 Schachtruthcn von 133 Cubicfuß können alleviel früher fertig werden, und es entsteht keine Verzögerung in der Ausführung.
Auf dieselbe Weise wird sich die Berechnung für jede Erbmasse im Abtrage mit Rücksicht auf Transportlängr,Geldwerth der Grundstücke, Arbeitszeit und Natur des Terrains aufstellen lassen, so daß man, nachdem man sichdieser Mühe unterzogen hat, auch sicher sein kann, das Minimum der Kosten unter gegebenen Umständen erreichtzu haben.
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Zur genauen Berechnung der Kosten ist e-s aber nöthig, die richtigen Querprvfile des Terrains und des Ein-schnitrs oder des Dammes auf demselben genau zu zeichnen und nach deren Böschungen zu berechnen, damit späterbei der Ausführung gegen die Veranschlagung keine Differenzen entstehen. Die Ordinate» und Abrissen geben inDas. IV b'ix. 1 die Tcrrainpuncte an, wo es nöthig war, O.ncrprofilc aufzunehmen und zu zeichnen.
Um aber die Qucrprvfilc genau zu zeichnen, ist es vorher nöthig, nach der Steigung der Bahnflächc und nachden Höhen der Ordinate» die Tiefen bp, «ep ckr, vx, kt. des Abtrages und die Höhen ulr. vi, rvle, xl, vm, rindes Dammes genau zu berechnen. Aber auch die Oucrprofile sind nickt etwa mit dem Zirkel abzugreifen, sondernnach dem Steigen und Fallen des Terrains nach Zablen zu berechnen, um die möglichste Genauigkeit zu erzielen,Das Steigen der Bahnlinie ist hier im ungünstigen Terrain -T— von a bis ii, also auf 1(W durch die Proportion230: 10— 1 : -T_, oder 0,5^ zu finden, weil die horizontale Entfernung beider — 10^ ist.
Brvsus Beiträge. 10