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Schienen allein das einzige Mittel, die Räder wieder in's Geleise zu bringen; wie wir dieß ebenfalls auf hohenDämmen vorschlagen. Man denke sich in dem engen Tunnel zwischen Löwen nnd Tirlemont in Belgien denFall, daß die Wagen aus dem Geleise kämen, so würden ohne Sichcrheitsbalken gewiß Locomotive, Wagen,Güter, und wahrscheinlicher noch alle Personen zertrümmert.)
Der Tunnel bei Liverpool ist auf dem Ende der Linie, so daß diejenigen Personen, welche ihn nicht durch-führen wollen, ihn vermeiden können, wenn es ihnen beliebt, was im Bor-Tunnel nicht nöthig ist.
Der Personen-Tunnel unter der Stadt Liverpool soll durch Lampen beleuchtet werden, die in den Wagenangebracht sind, und im Augenblicke, wo der Zug vor dem Tunnel anlangt, angezündet werden. Der alteTunnel ist mit Gas beleuchtet, und es ist keine Gefahr damit verbunden, wie verschiedene Versuche und diemehrjährige Erfahrung beweisen.
Es kann als keine Schwierigkeit betrachtet werden, einen Tunnel, welcher starken Fall auf seiner Sohle hal,mir reiner, frischer Luft zu versehen, weil ein solcher Tunnel selbst schon die Wirkung eines gewöhnlichen Schorn-steins äußert, indem ein beständiger Zug darin stattfinden muß, außer wenn der Wind in die höher liegendeQcffnung bläst; in welchem Falle aber ein Feuer, in einem der Schachte angezündet, den Luftzug erzeugen würdeMan kann die Schachte eines ansteigenden Tunnels nur als nützlich betrachten, insofern man ihn dadurch schnellerund besser vollendet; für Erzeugung deS Luftzuges nach der Vollendung sind viele Schachte ganz überflüssig,k') Georg Stephenson , Civil-Jngcnicur.
Die Tunnels sind auf geneigten Ebenen sehr zu empfehlen, weil sie dann leichter mit Hülfölocomotivcn be-fahren werden können. Der Morgenthau setzt sich auf die Schienen, wenn die geneigte Ebene oben offen ist, undmacht die Schienen schlüpfrig, so daß sich die Locomotiven kaum allein auf den Schienen halten können, ohneeine Last hinauszuschaffen, welches im Tunnel nicht der Fall sein kann, weil dort kein Thau fällt. Ist ein wenigSchnee gefallen, so ist der Vortheil des Tunnels noch überwiegender. Die Loromotiven werden in diesem Falleoft unwirksam, und müssen eine Hülfsmaschine erhalten. — Der Tunnel für den Personen-TranSport der Liver-povl-Manchester-Eisenbahn ist 18^ über den Schienen hoch, 25' weit (englisch Maaß), hat Gefälle gegendie Stadt zu. Da er am Ende der Linie von der Station ist, so wird er bequemer und leichter mit einerstehenden Maschine befahren; aber er ist doch so angelegt, daß wenn die stehende Maschine schadhaft ist, die Lo-eomotive mit dem Zuge niedergehen könne.
TaS Mittel, Luftzug im Tunnel zu bewirken, besteht in einem Schilde, welcher verhütet, daß der Lnftstromnicht von oben nach unten geht, wie dieß in manchen Schornsteinen vorkömmt. Man hat auch von ihm ver-langt, Mittel anzuwenden, dieselbe Temperatur im Innern des Tunnels zu haben, als außerhalb desselben, under hofft auch, diesen Zweck zu erreichen. Gegen Anwendung der Tunnels bei Eisenbahnen findet er keinen Grund.
Der alte Liverpooler Personen-Tunnel ist nur für einfache Bahn, 14^ hoch, 10 bis 12" weit (wie der bel-gische zwischen Löwen und Tirlemont ); der Güter-Tunncl für die Doppelbahn ist nur 16" hoch, 22- breit.Einige Tunnelschachte, welche innerhalb der Stadt Liverpool ausmünden, sollen verstopft werden (es sind 6 vor-handen). Man wird dem Tunnel näher an der Ansmündung oberhalb einen Schacht geben, der ihm Luftzugverschafft. Sollte dieß nicht hinreichen, würde in dem Schacht Feuer angezündet werden, wie in den Bergwerken.Da der Bor-Tunnel der Great-Western-Bahn länger ist, als der Liverpool -Tunnel, so wird er viel bessern Zugerhalten.
K) R. Palm er.
Die Tunnels in der Basing-Linie werden mehr als gewöhnliche Kosten verursachen; ein beträchtlich großerSeitenabtrag wird auch in dem Cliff erforderlich, eben so wie an dem Bergabhange bei Bath, welche beide vieleArbeit und Geld kosten müssen.
Ueber den Fluß bei Clavcrton Hill ist ein sehr beträchtlicher Viaduct projectirt, und dicht daran ein Tunnel,bei dessen Bau große Schwierigkeiten erwartet werden; jedoch ist mein Urtheil nur aus Umständen entstanden,welche mir von Geologen angegeben wurden, deren Untersuchungen besonders auf diesen Berg gerichtet waren,und die dessen Formation erforscht haben. Ich selbst habe den Hügel nicht so genau untersucht, um mit Gewiß-heit sagen zu können, wie groß die Schwierigkeiten sein werden.