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kraft zu London, welche die Züge auf dem linken Geleise nach London zieht. Jede dieser Maschinen seht durchein großes Getriebe und ein Stirnrad die gußeiserne Trommel von 30 Fuß Durchmesser (nach Angabe) in Be-wegung, auf welche sich das 3'/i englische Meilen lange Drahtseil entweder zu London oder zu Blackwall wickelt,während es sich zu Blackwall oder London abwickelt. Das Seil ist also für jede Spur 6 ',-2 englische Meilenlang. Es ist versuchsweise halb Alocscil oder Hanfseil und halb Drahtseil von gleichem Gewicht der laufendeFuß (das Hanfseil hat 7 Zoll Umfang).

Das Seil liegt auf Frictionsrolleu von 3 Fuß Durchmesser, wovon wieder zum Versuche ein Theil ausHolz, der andere aber aus Gußeisen gefertigt worden ist. Zum Speisen des Kessels und für die Luftpumpe sindbesondere kleine Dampfmaschinen angelegt worden.

Damit daS Seil nicht von den Rollen abgleiten könne, sind in der geraden Linie bei der -Iten, 5tcn oder6ten Rolle Stützen in Gestalt einer 7 angebracht, in den Bogen aber meistens schon bei der 3ten Rolle.Taf. XU. Fig. 6.

Damit das Seil sich aber jedes Mal gehörig auf die Trommel aufwickele, ist ein Knabe angestellt, welchereine hölzerne Gabel regiert, jedoch mit Mühe, weshalb die Maschine eine Vorrichtung erhalten soll, um diese Re-gulirung selbst zu verrichten. Die Schläge des Seiles auf der Trommel sind sehr stark.

Wenn nun z. B. die Trommel in London das Seil aufwickelt, so muß es sich in Blackwall abwickeln, wes-halb die Zapfen der Trommel auf einen: Ende durch einen Schlitten mit Zähnstange und Getriebe soweit zurück-gezogen werden, daß das große Getriebe au der Welle der Dampfmaschine nicht mehr eingreifen, folglich dieTrommel sich frei drehen und das Seil ablaufen lassen kann.

Ein Nachtheil ist hierbei nicht zu übersehen, nämlich, daß die Trommeln abwechselnd daS Gewicht von3'/j englische Meilen Seilen tragen müssen. Auf jeder Endstation müssen ferner zwei stehende Maschinen sein.

Einfach und sinnreich ist die Art, wie das Seil durch einen Hebel und Haken vor der Station aufgenom-men und losgelassen wird. Beide Stationen, sowohl zu London als Blackwall, haben nach hinten zu eine auf-steigende Ebene. Die Wagen gehen also, von den Leuten in Bewegung gesetzt, von selbst auö der Stationheraus, und zwar bis zu dem Punkte, wo der Hebel des vorder» Wagens das Seil ergreift. Wir wollen denken,wir gingen von London nach Blackwall. Der Wagen oder die Wagen nach Blackwall sind an der Spitze deS

Zuges, und die von den Zwischenstationen in dem Verhältniß der größern Entfernung dieser hinter demselben

oder entfernter von ihm. Meile von jeder Station wird der Wagen losgelassen und die Passagiere steigenaus. Sind die ersten Wagen in der Station zu Blackwall angekommen, so laufen sie die geneigte Ebene in

die Station von selbst herauf und werden gehemmt. Zur größern Sicherheit sind aber noch Buffers am Ende

angebracht, um Unglück zu verhütet:, wenn das Hemmen nicht stark genug wäre oder gar versäumt worden seinsollte.

Das Seil bricht aber sehr oft, und es wird in der Folge vielleicht dadurch ein Unfall entstehen können,daß die gebrochenen Scilenden sich unter die Räder schwingen oder sich um dieselben rollen, was besonders beiden Drahtseilen gefährlich sein möchte.

Das Seil wird nun durch die Maschinen zum Stillstehen gebracht, nachdem die einzelnen Wagen, wie diesbei den vorderen Wagen beschrieben worden ist, in der Hauptstation angekommen sind. Es ist hier ein wesent-licher Vortheil, denn die Maschine hat immer für die längste Distanz nur die kleinste Last zu transportiren undkeinen Wagen weiter als von der Hauptstalion in London oder Blackwall bis zur Zwischcnstation.

Auf diese Weise ist es möglich, ohne Anhalt in kürzester Zeit in jeder Station anzukommen, und jede Vier-telstunde, ohne Unglück befürchten zu müssen, einen Zug abzusenden. Gefahr kann auch auf keiner Bahn wenigervorhanden sein, als auf dieser, die nicht stark ansteigt, und deshalb auch keine Unfälle herbeiführen kann, selbst

wenn das Seil zerreißen sollte. Unter den gegebenen Umständen ist sie also viel besser angelegt, als die London -

Grcenwich-Bahn, auf welcher man weniger schnell und sicher fährt. Der einzige Uebelstand ist, daß die Bahnviel Geld kostet, und auch für stärker geneigte Ebenen nicht zu benutzen ist. Für diese sind die Seile ohne

Ende oder frei auf- und absteigende Locomotive, wovon eine bergauf, die andere bergab zieht, besser und

empfehlungswerther.