Band 
[Textband.]
Seite
774
JPEG-Download
 

774

zu vermeiden, welcher entstanden seyn würde, wenn man sie bis zur nächsten Sitzungsperiode zurückbehaltenhätte, mir doch erlaubt, sie zurückzunehmen, um sie in der gegenwärtigen Gestalt zu publiciren.

Der Gegenstand ist in den letzten Jahren von größtem Interesse für das Publicum geworden, und obgleichder Verfasser glaubt, es sich als ein Verdienst anrechnen zu müssen, daß er im Gegensatz mit den Ansichtenverschiedener berühmter Ingenieure fortfuhr, sein der Cornwallmaschine günstiges Urtheil zu bewahren, bis erdas erwünschte Resultat erhielt, dessen Genauigkeit durch eine in London erbaute Maschine dieser Art zu beweisen,so kann er doch nicht, ohne Ungerechtigkeit gegen Herrn James Walker, den Präsidenten des Instituts derCivilingenieure, unterlassen, den Antheil zu erwähnen, welchen derselbe daran nahm, die Discussion über diesenGegenstand zu befördern.

DeS Verfassers erste Absicht war, blos eine Maschine bester Art für die Ost-London-Wasserwerke zu erhalten,mit welchen er in persönlicher Verbindung steht. Als aber Herr Walker gehört hatte, daß ich eine Untersuchungüber die Cornwallmaschine angestellt hatte, trieb er mich stark an, daß ein Bericht darüber an das Institut derCivilingenieure eingesendet werden möchte. Ein Bericht wurde deshalb vorbereitet und vor dem Institute verlesen,und dies war der Ursprung jener Diskussionen, die seither stattgefunden haben.

Obgleich Herr Walker volles Vertrauen in die Angaben des Verfassers setzte, da er ihn persönlich kannte,so glaubten Andere doch, er möchte durch Parteivorstellungen irre geleitet worden seyn, und in Folge dieserZweifel rieth ihm Herr Walker, durch daS genaue Gewicht der verbrannten Kohlen, um eine gegebene QuantitätWasser zu heben, und besonders durch das Gewicht des Wassers, was bei jedem Kolbenhübe der Maschinegehoben würde, sobald sich eine schickliche Gelegenheit darbiete, zu erforschen und festzustellen; da Viele, welchemit dem Gegenstände nicht vertraut wären, glaubten, daß die Ingenieure von Cornwall unrichtige Angabenüber die in die Höhe gehobene Wasscrmenge bekannt machten.

Diese Versuche wurden angestellt, und das Resultat dem Herrn Walker in einem Briefe mitgetheilt, welcherim Institute der Civilingenieure verlesen wurde, und aus diese Weise die Berechnungen der Cornwall 'schenIngenieure vollkommen bestätigte.

Im Laufe der Discussivnen, welche oben erwähnt wurden, fand der Verfasser bald, daß die Unterrichtung,welche jene verlangten, die entscheidende Meinungen vorbrachten, noch nicht vollständig sey, wie er glaubte, umsie zu befähigen, zu vollkommenen Schlüssen zu gelangen, besonders was die Ursachen der Überlegenheit derCornwallmaschine über gewöhnliche Niederdruckmaschinen ohne Expansion betrifft. Er verpflichtete sich, demgemäßVersuche anzustellen, und enthielt sich seit jener Zeit aller positiven Meinungen über den Gegenstand, und über-haupt an den weitem Diskussionen Theil zu nehmen.

In dem ersten erwähnten Berichte sind die Ansprüche von James Watt (dessen überlegenes Genie seinenNachfolgern wenig zu thun gelassen hat) auf die erste Einführung mit Erpansion zu arbeiten, und den Ueberzugder Kessel, Cylinder und Röhren mit schlechten Wärmeleitern angegeben, und hier wird gehofft, obgleich esschwer seyn mag, ein Vorurtheil zu Gunsten alles dessen, was dieser außerordentliche Mann gethan hat, zubeseitigen, daß kein Lob Derjenigen zurückgehalten worden ist, die sein System zu seiner beispiellosen Ausdehnunggebracht haben.

Die Ingenieure von Cornwall haben die Erpansion viel weiter getrieben, als alle übrigen, und dieGeschicklichkeit darin bringt ihnen großen Credit, ebenso die fortwährende Aufmerksamkeit, welche sie der Ver-vollkommnung der Maschinen und der Wasserwältignng geschenkt haben, ferner die Vollkommenheit ihrer Ueber-zugmethodc, und die große Oekonomie, die sie in Folge dessen in den Betrieb ihrer Minen gebracht haben. Ichglaube aber, daß Keinem von ihnen größeres Lob gebührt, als dem Herrn William West, dem Ingenieur vonFowey Consols. Wenn nun auch die Brennstoffersparung von großer Wichtigkeit ist, so sind dcmungcachtctandere Rücksichten vorhanden, die eben so wichtig sind, und nicht aus den Augen gelassen werden dürfen; undwährend man das Verdienst einer Classe von Maschinen anerkennt, müssen die Anstrengungen Jener nicht unbe-merkt bleiben, welche die Dampfmaschine zu einer unendlichen Verschiedenheit der FabricationSzwecke, der Schiff-fahrt und der Locomonon, anwendbar gemacht haben.

Aber auch die Brennstoffersparung ist vom Letzter» nicht vergessen worden, und wenngleich dieser Punct zu