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gewisse Ueberzeugung lzu haben, die beinahe einen Beweis bildete, daß die Meinung der Wenigen, die demProjekt günstig waren, richtig sey.

Die von der Gesellschaft angekaufte Maschine, die während eines Jahres in den Ost-Cornwall-Minengearbeitet hatte, in der Nähe von Callington, war von Herrn William West angelegt worden, und war daöGegenstück von einer andern, die er in den Fowey Consols-Mincn erbaut hatte, welche den größten, jemalserlangten Nntzeffcct gab. Im August 1837 wurde Dir Contract mit den Herren Harvey und Comp., auf derHayle-Gießcrei und mit Herrn W. West abgeschlossen, die Maschine abzubrechen, sie gründlich zu repariren,einen neuen Kessel zu machen und die alten zu verändern, das Pumpenwerk zu fertigen nebst der Standröhre,und das Ganze nach den Besitzungen der Gesellschaft zu Old Ford zu transportireu, und daselbst zusammenzu-setzen und in Gang zu bringen. Sämmtliche vollständigen Arbeiten kosteten etwa 7600 Pfd. St.

Das Princip, einen beladcncn Pumpcustiefcl wirken zu lassen, der daö Wasser in eine Standröhre entlud,um die Luftglocke zu ersparen, wurde von mir vorgeschlagen, in der Absicht, den Cornwall -Plan so vollständigals möglich auszuführen. Die Herren Harvey und West billigten den Vorschlag, und zeichneten die erforderlicheMaschinerie. Die Herren Harvey und Comp. waren verpflichtet, unter einer schweren Strafe einen mittlernNutzeffect während einer einjährigen regelmäßigen Arbeit der Maschine hervorzubringen, der 90 MillionenPfund Wasser 1 Fuß hoch, durch den Aufwand von 9-1 Pfund guter welscher Kohle, gehoben seyn müsse. DieserNutzeffcct wurde erreicht.

Im December 1838 wurde die Maschine zuerst in Gang gebracht; sie arbeitete sehr befriedigend, und eSwurde eine große Brennstoffersparniß durch selbige bewirkt. Die Pumpenventile von einer außerordentlichenGröße verursachten aber einen so großen Stoß, wenn sie sich schlössen, daß dadurch das ganze MaschinenhauSschwankte. Verschiedene, nach demselben Princip modificirte Ventile wurden mit großen Kosten von den Liefe-ranten so gemacht, wie sie in den Cornwall -Minen bestehen, ohne jedoch dem Uebel abzuhelfen. Zuletzt erfandenaber die Herren Harvey und West die selbstwirkenden doppelten Schlagventile, die im Juli 1839 in der Maschineprobirt wurden. Der Stoß, welcher durch den Verschluß dieser Ventile hervorgebracht wird, ist so viel geringer,als in den früheren, daß man gar nicht nöthig hat, Luft unter selbige eindringen zu lassen; sie verlieren keinWasser, und sie wirken daher sehr monomisch.

Ich habe mir vorgesetzt, diesen Bericht in zwei Theile zu theilen; der erste soll sich auf die Kessel und denBrennstoff, und der zweite auf die Maschinen beziehen.

Anmerkung des Ueber setzers. Durch den Buchhändler John Weale , Nr. 59, High Holborn, erhieltich eine Introduktion bei Herrn Wickstecd, und durch Herrn Donaldson, Bloomficldssguare, Nr. 7, einigeandere Empfehlungen, wodurch es mir möglich wurde, alle Wasserwerke in der Umgebung von London kennenzu lernen, so daß ich mich von der Richtigkeit der Angaben des Herrn Wickstecd selbst überzeugen, und die Wir-kungen der verschiedenen, dabei eingeführten Maschinen und Klärungsanstaltcn selbst beobachten konnte. A. W. Bcyse.

Erster Theil. Die Dampfkessel.

Ich gebe nun einen Bericht über die Versuche, welche mit cylindrischen und Waggoukops-Kesseln angestelltwurden, in der Absicht, ihre verhältnißmäßigen Vortheile festzustellen, und zu zeigen, daß die von mir erhaltenenRe>ultate nicht auf den Versuch während weniger Stunden gestützt sind (welche nach meiner Erfahrung fürpraktijche Zwecke unnütz sind). Die Versuche mit cylindrischen Kesseln dauerten 3100 Stunden, die verbrauchtenKohlen waren 600,000 Pfund, und das verdampfte Wasser betrug beinahe 7'/, Millionen Pfund. Die Ver-suche mit den Waggonkopf-Kesseln (viereckigen w.) dauerten 1291 Stunden, die verbrauchten Kohlen waren600,000 Pfund, und das verdampfte Wasser über 4V, Millionen Pfund.

Zuerst glaubte ich, daß verschiedene Versuche von kurzer Dauer hinreichend seyn würden, fand aber bald,daß man sich gar nicht darauf verlassen könnte. Auch glaubte ich, daß die verhältnißmäßigen Vorzüge der beidenMaschinen und die Eigenschaften verschiedener Kohlenarten dadurch bestimmt werden könnten, daß man einfachdie Anzahl der Kolbenhübe der Maschine und daS Gewicht der verbrannten Kohlen zu beobachten hätte, wiedies bis jetzt immer geschehen ist, wenn man eine Maschine mit der andern nach einem großen Maßstab