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Zweiter Theil. Ueber die Dampfmaschinen.

Bei Untersuchung der Tabelle Nr. VII, Zeile d' und II, Col. 34, wird man finden, daß der Nutzeffect derCornwall -Maschine ist 97,146,268 Pfd., 1 Fuß hoch durch die Verbrennung von 1 Cent. Newcastle- kleinenKohlen, oder 108,198,102 Pfd. (Tab. VII, Col. 36), 1 Fuß hoch durch die besten welschen Kohlen von 112 Pfd.Gewicht, und daß durch die Boulton und Watt-Maschine der Nutzeffect 42,847,598 Pfd. mit kleinen Newcastle-,oder 47,718,084 Pfd. mit den besten Kohlen aus Wales ist. Der Unterschied zwischen beiden Maschinen istdaher groß, da die Cornwall -Maschine 2'/^ Mal die Boulton Watt-Maschine im Nutzeffecte bei derselben Arbeitübertrifft.

Nntzeffect von Boulton und Watt:

42,847,598 Pfd. : 100 --- 97,146,268 Pfd. : 226.

Ich werde mich bemühen, zu zeigen, wodurch dieser Unterschied erzeugt wird.

Es wird angenommen, daß dieselbe Wassermenge durch 1 Pfd. Kohlen, unter beiden Kesselartcn verbrannt,verdampft werde, nämlich 8,^4 Psd. Wasser durch 1 Pfd. kleine Ncwcästle-Kohlen, und daß beide Maschinenohne Unterbrechung Tag und Nacht arbeiten. Der Verlust ist in der Boulton und Watt-Maschine, wenn siedes Nachts nicht arbeitet, 2 Proc. Die Wassermenge in Dampfgestalt, die auf diese Weise verloren geht, istin der Erklärung der Zeile II, Tabelle Nr. VII, angegeben.

Der Unterschied in der Wirkung, welcher durch die beiden Kessclclassen erzeugt wird, wenn sie fortwährendarbeiten, ist Proc. zu Gunsten der Eornwall-Kessel; aber diese beiden Puncte müssen bei den folgendenVergleichnngen nicht in Rechnung kommen, weil es sich nur um die zu vergleichenden Wirkungen der beidenMaschinen, und nicht jene der Kessel handelt.

Die folgenden sind die Hanptpuneie der Verschiedenheit zwischen den beiden Maschinen.

1) Der Cylinder in der Cornwall -Maschine ist in solcher Lage befestigt in Bezug auf die Kessel, daß dercondensirte Dampf, wenn irgend welcher vorbanden ist, in den Kessel zurückkehren kann; die Dampfzuleitungs-vorrichtung ist so gut eingefaßt, daß der Dampf in derselben nur 7 " Fahren!), an Temperatur verliert (die Tem-peratur im Kessel 284° F., in dem Zuführungsapparat 277°). Man sehe Tab. Nr. VII, Col. 5, Zeile kV Der Druckim Kessel 51,, Pfd., Temperatur 284° (Tabelle Nr. VII, Col. 7, Zeile 1?.). Der Druck im Zuführungs-apparat (Zacket) 45 Pfd., Temperatur 277°. Das Wasser, das iu Dampfform bei jedem Kolbenhübe ver-braucht wird, ist 0 ,g 2 s Pfd. (man sehe die Note 8 , Tab. VII), oder ungefähr V 2 Proc. der ganzen ver-brauchten Menge.

In der Maschine von Boulton und Watt fließt der condensirte Dampf durch einen Heber ab, und kehrtnicht wieder in den Kessel zurück; die ganze Masse ist deshalb verloren, und beläuft sich auf O,^,, Psd. inDampfgestalt bei jedem Kolbenzuge, oder ungefähr 2'/, Proc. der ganzen verbrauchten Menge. In der Boultonund Watt-Maschine ist daher ein größerer Verlust von 1',g Proc.

2) Der Raum über dem Pisten in der Cornwall -Maschine außerhalb ist 18 Cubiksuß, oder etwaVrg des Raumes über dem Piston, wenn innerhalb; in der Boulton Watt-Maschine ist er 20 Cubiksuß,oder etwa 'ch. TaS Gleichgewichtsventil ist in der Nähe des Cvlinderbodcns in der Boulton Watt-Maschine,und steht mit der Oberfläche des Cylinders durch ein Rohr in Verbindung; wäre das Ventil oberhalb befestigt,wie in der Cornwall -Maschine, so würde der Dampfraum auf 14 Cubiksuß oder V ,2 beschränkt werden.

In einem einfachen Cylinder, wo der Obertheil des Pistons keine directe Verbindung mit dem Condensatorhat, würde, wenn der Dampf der Erpansion wirkte, oder mit anderen Worten, wenn der Dampfdruck derselbewährend der Kolbenbewegung bliebe, kein Verlust in Folge dieses Raumes entstehen; aber wenn der Dampf mirErpansion gebraucht wird, oder der Druck am Anfange der Kolbcnbewegung größer ist als am Ende, so isrdieser Raum mit Dampf von geringerer Dichtigkeit gefüllt, ehe sich das Dampfventil öffnet, als jener, derzuströmen soll, und es muß folglich ein Raum, der dem Verhältniß der verschiedenen Tüchtigkeiten entspricht,mit Dampf ausgefüllt werden; folglich, mit je größerer Erpansion man arbeitet, je größer muß die Dampfmengcseyn, welche diesen Raum erfüllt, da der im Raum über dem Piston verbleibende Dampf nach dem vorher-gehenden Kolbenhübe mehr rarificirt oder von geringerer Dichtigkeit ist; der zurückgebliebene Dampf wirkt daher