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Nota. Die Welsh - Kohlen (wie Hr. Lean und Brüder berichten) verdampften 9^,, Pst. Wasser pro Pfv. Kohle.Beste desgleichen zu Old Ford verbrannt.9,^ >,

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dito

Anthracite

Beste N'ewcastlc-Kleinkohle dito .

Terbqshire-Kohle dito .

Die Boulton- und Watt-Maschine leistet Dasselbe mit ihrem Kessel.

Nota des Uebersetzers. Da vie Zeichnungen der Cornwall - Maschinen eben so, wie die Boulton Watt-Maschinen, gegenwärtig zu bekannt sind, und außerdem die großen Plane sich hierzu nicht eignen würden, so sind sie nichtmitgetheilt worden.

Wenn der Unterschied beider Maschinen hierdurch aber richtig gewürdigt werden sollte, so wird meine Mühe reichlichbelohnt seyn.

Die Wasserwerke Londons .

Die Wassenverke Londons sind eine der größten Segnungen für diese Hauptstadt, und sie allein machen esmöglich, Reinlichkeit und Gesundheit bei der außerordentlichen Bevölkerung in dem Grade zu erhalten, wie dieswirklich der Fall ist, so daß London in dieser Beziehung fast über allen Hauptstädten Europa's steht.

Acht Wasserwerke versorgen die Stadt mit Wasser; die Gesellschaften sind:

1) Die New River- (Neue Fluß-) Wassergesellschaft.

2) Die Ostlondon-Wassergesellschaft.

3) Die West - Middleser - Wassergesellschaft.

4) Die Chelsea - Wassergesellschaft.

5) Die Grandjunction - Wassergesellschaft.

6) Die Lambeth - Wassergesellschaft.

7) Die Baurhall-Wassergesellschaft. ' . -

8) Die Southwark - Wassergesellschaft.

Die New R i v e r-G e se l l sch a st schöpft etwa zwei Drittel ihres Wassers aus einer Quelle bei Wear,21 englische Meilen nördlich von London , und das andere Drittel auS einem Arme des Fluges Lea, welcherin der Nähe jener Quelle befindlich ist. Das vereinigte Wasser beider wird durch einen künstlichen Canal von40 englischen Meilen Länge nach der Hauptstadt geführt.

Dieser Canal ist unter dem Namen des neuen Flusses (New River) bekannt. Bei Stokc Newington hatdie Gesellschaft zwei Klärungsreservoirö, worin das Wasser still steht und den Schlamm absetzt, bevor es nachdem New River head bei Clerkenwell fließen kann. Hier wird es in die Häuser vertheilt, theils durch seinBestreben, den Spiegel allenthalben nach dem Gesetze der Schwere gleich hoch zu erhalten, und theils durchMaschinenkrast. Das Gesammteinkommcn dieser Gesellschaft ist jährlich etwa 105,000 Psd. St., und ihre Aus-gaben betragen 40,000 bis 42,000 Psd. St. Das auf die Anlage verwendete Capital war 1,000,000 Psd. St.,und der Werth jeder früher eingezahlten Actie von 100 Psd. St. ist jetzt etwa 1500 Pf. St., oder fünfzehnmalso viel, so daß es nach den Begriffen von Billigkeit und Gerechtigkeit gegen die Einwohner der Hauptstadt,denen es sehr sauer wird, die Wassertare zu bezahlen, als ein häßlicher Wucher erscheint, einen solchen enormenGewinn sortzubeziehen. Man sollte glauben, daß 10 Proc. hinreichend seyen in England, wo man nur 3 und3H. Proc. für sein Capital erhält. Dies Monopol wirkt besonders verderblich auf den niedern Theil der Mittel-classe, welche Häuser miethen und alle Taren tragen muß. Ich habe eine arme Wittwe mit sechs unerzogenenKindern gekannt, die hauptsächlich durch die Wasserabgaben, Sewersabgaben und Pflasterabgaben an den Bettel-stab gebracht wurde, welcher'ich nach Frankreich hinüber half. Die reichen Gesellschaften der Wasserwerke und Sewersmögen deshalb sehr schwer an den Seufzern der Wittwen und Waisen zu tragen haben. Die Werke dieser Gesell-schaft stehen unter der Oberaufsicht von Herrn William Chadwell Mylne, einem Civilingenieur von großer Berühmt-heit. Der District dieser Gesellschaft erstreckt sich von Charing Croß am Trafalgar Sguare und Orfordstraße bis zuSt. Katharins Docks und Whitechapel, und im Süden bildet die Themse die Gränze, während nördlich bis Edmonton Wasser geliefert wird. Die Gesellschaft hat folglich circa ein Drittel der Hauptstadt mit Wasser zu versorgen, was