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Kräfte der Menschen .
Bei allen Bergwerken , wo eine ununterbrochene, anhaltende Arbeit gefordert wird, isidieselbe nach Schichten zu 8 Stunden eingetlieilt, und die Mannschaft wird dreimalin 24 Stunden gewechselt. Die erste Abtheilung arbeitet gewöhnlich von Morgens 4 bi*Mittags 12 Uhr, sie wird durch neue Arbeiter von 12 bis 8 Uhr Abends ersetzt, und danntreten abermals frische Arbeiter von 8 Uhr Abends bis 4 Uhr Früh ein.
Hieraus ist ersichtlich, dass bei unserer Herleitung der obigen Kraftformel die ge'wohnliche Arbeitszeit von 8 Stunden (sammt einer dazwischen stattlindenden Ruhe-zeit von 4 Stunden) vorausgesetzt worden sej. Nennen wir die gewöhnliche Arbeitszeit= t, so ist die Kraft, welche dabei statt findet, nach unserer obigen Berechnung
K zzz k ^2-, und es ergibt sich, dass, wenn die Zeit 0 ist, die grösste Kraft ange-
wendet w erde, und diese 2 K betragen müsse, weil K das Mittel zwischen 0 und 2 K ist-Wenn ferner die Kraft Ä=0ist, so muss die Zeit 2 t betragen, weil t abermals das Mittelzwischen der kleinsten Zeit 0 und der grössten 2t ist. Mir erhalten daher die anliegendeTabelle, in welcher der Zeitaufwand und das stattfindende Kraftvermögen zusammen ge-stellt sind :
Hieraus erhellt, dass, wenn der Mann durch t Stun-den arbeitet, die Grösse K von der grössten Kraft 2 K ab-gezogen werden muss, um die wirkliche Kraft, die in die-sem Falle K ist, zu erhalten; und eben so, wenn derMann durch 2t Stunden arbeitet, muss von der grösstenKraft 2 K die Grösse 2 K abgezogen w erden, um die wirk-liche Kraft, die in diesem Falle = 0 ist, zu geben. Mir
Zeit.
Kraft.
0
2 K
t
K
2t
0
können daher allgemein schliesseu: dass, Avenn der Mann durch z Stunden arbeitet, dieGrösse, welche von der grössten Kraft 2 K abzuziehen ist, aus folgender Proportion er-
Jf( jr
halten werde: 2t : 2 K = z :-. Demnach ist die wirkliche Kraft, welche der Arbeiter
t
ausübt =r 2 K — —-- = /i'l2—Mir haben aber §. 17. gefunden, dass
- ( ‘ V iJ '
K — k (2 c ); wir können daher diesen Werth substituiren, und erhalten die
wirkliche Kraft K = k ^2 — — ^ ^2—■ —
In dieser Formel findet sich nun sowohl die Geschwindigkeit als auch die Zeitangegeben, und es lässt sich daraus für einen jeden Fall die Kraft eines Arbeiters be-rechnen.
$. 20 .
Die gefundene Kraftfonnel gewährt den Vortheil, dass sie nicht bloss für die mitt-lere Geschwindigkeit und Arbeitszeit ein richtiges Maass der Kraft angibt, sondern auchfür die beiden äussersten Fälle, wenn nämlich die Geschwindigkeit oder Arbeitszeit an*grössten und am kleinsten ist, solche Werthe liefert, die mit den täglichen Erfahrungenüber die Kräfte der Menschen sehr nahe übereinstimmen. Dieses geht aus folgenden,äusserst interessanten Resultaten, die sich aus der gefundenen Formel ableiten lassen,hervor: