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1 (1831) Mechanik fester Körper / von Franz Anton ... von Gerstner
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17
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Kräfte der Menschen. 17

stimmen genau mit den obigen Erfahrungen, woraus die Formel für die Kraft desMenschen abgeleitet wurde, überein. Nimmt man nun für die mittlere Geschwindig-keit den Werth c = 2,5 Fuss und für die mittlere Kraft den Werth k = 25tS

an, so ist die wirkliche Kraft K = 25 ( 2- | = 10 (5 v').

V .

Setzt man jetzt v = 1 Fuss, so ist die wirkliche Kraft K = 10 (5 1) = 40Pfund,

.v = 2.=10(52) = 30

.v = 3 ..=10 (5 3) = 20

.v = 4 ..=10 (5 4) = 10

. . . . . v = 5.= 10 (5 5) = 0.

Alle d iese Werllie treffen genau mit den §. 17. angegebenen Erfahrungen überein,

Ull d man kann sonach behaupten, dass der Ausdruck k (2-) die wirkliche

k .. . ^ ( c /

^ f a f t eines Arbeiters für alle verschiedenen Geschwindigkeiten,

er bei der Arbeit an wendet, gibt. Dieser Ausdruck gewährt nunmehr

n °ch den Vortheil, dass für stärkere oder schwächere Arbeiter die mittlere Kraft k

grosser oder kleiner als 25 c tb angenommen werden kann, und dass auch eben so bei je-

lle >i Menschen, welche grössere oder schnellere Schritte machen, oder mit einer grossem

Geschwindigkeit zu arbeiten gewohnt sind , auch für c eine grössere Zahl als 2,5 Fuss

gesetzt, und auf solche Art dieselbe Formel der eigenlhiimlichen Kraft eines jeden

Menschen angepasst werden kann.

10 .

D i e K r a f t aller Menschen ist noch von einem zweiten Umstande51 ^ h ä n g i g , n ä m 1 i c h v o n d er Zeit oder Dauer ihrer Tagesarbeit, d. li.der Anzahl Stunden, nährend welcher die Arbeiter täglich beschäftigt werden,ist nämlich bekannt, dass jeder Mensch sich viel mehr anstrengen, oder eine weitS*ös Sore Last auf sich nehmen könne , wenn die Arbeit nur kurze Zeit währt, oder wenn^' e Last nicht weil zu tragen ist, und bald abgelegt werden kanti; im Gegentlieile vermagkein Mensch bei einer sehr lange dauernden Arbeit eine grosse Kraft anzuwenden.Lei der obigen Angabe, dass es für einen millelmässig starken Menschen einerlei30 Pfund mit 2 Fuss Geschwindigkeit, oder 20 Pfund mit 3 Fuss Geschwindigkeit zue 'veg en? Lt ,|} e g e w ö li n 1 i c h e Arbeitszeit vorausgesetzt. Diese fängt hier Landes1,1 'k*r Regel im Sommer um 5 Uhr Morgens an, und dauert bis 11 Uhr, worauf eine Mit-? s iulie bis 1 Uhr eintritt. Von 1 bis Abends 7 Uhr wird wieder gearbeitet, und es werden^niiacli zusammen 12 Stunden täglich bei der Arbeit zugebracht. Die wenigsten Arbei-^ ei1 sind jedoch von der Art, dass der Arbeiter diese 12 Stunden hindurch ununter-

r ° eben seine ganze Kraft von 20 oder 30. < t( anzuwenden hat. Es treten im

tf?cutheile meistens gewisse Stillstände ein, wobei der Arbeiter sich nieder erholenWerden z. U. Daumaterialien aufgezogen, so findet nach jedem Aulzuge eine1 'stamlszeil statt, während welcher die aufgezogene Last entweder abgebunden oder aus-^schiittet und in die untere Tonne eine neue Last wiedereingeladen wird etc. Man nimmta ler Durchschnitte an, dass unsere Arbeiter nicht durch 12, sondern bloss durch

h t S t u n d e n ihre ganze Kraft anwenden, d. h. anhaltend arbeiten.

^Miiei* Mechanik, llnnd I. 3