Band 
Zweiter Band.
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fen, Diese Theorie findet sich aber vollkommen bey ei«pem Theatraltubus, dessen Augenglaß eine planconcavesinse ist, deren Hohsseite, gleich einem Hohlspiegel gegendaö Auge zu gekehret ist; wie die Versuche im 8. §.darlhun, und der Bau so eines Theatraltubus offenbarerweiset. Wollte also sich jemand darin» üben, diese scho-ne optische Erscheinung hervorzubringen, so wird es ambesten sey«,, dir Versuche mit dem Mond anzustellen, wenner im Birne!, oder unweit desselben stehet; und das wie-derholen dabey, was im §. 8. angeführet worden. Mannehme also einen Theatraltubus, der ein großes Sehfeldhac, die Gegenstände wenig oder gar nicht vergrößert,ynd aus zween Gläsern zusammengesetzet ist, dessen Ob-jectwqlas eine plane, oder beiderseitig convexe Linse, oderei» Meniskus, oder nach dollondischer Art zusammengese-tzec ist; dessen Okular aber aus einer planconcaven Linsebestehet, deren Hohlseite gegen das Auge zu gerichtet ist,und überdies; eine große Oefnung der Röhre am Augehat Mit diesem Theatraltubus betrachte man nun denschier vollen oder unweit einem Viertheil stehrndenMond,yähere das Auge sehr langsam und ununterbrochen gegendas Okular. und halte es von dessen Hohlseile in einemAbstände, welcher dem vierten Theile des Durchmessers,oder dem halben Radius der Concavität dieser gegen das Au-ge zu gekehrten Hohlseite gleich ist, Bey diesem Verfahrenwud es eben nicht viel Zeit bedürfen, den Mondes oderVeuustrabanttn hervorzubringen, denn es findet sich soleicht der Punct, i» welchem dieß falsche Bild bestimmtUnd euclich erscheinet. Dann lassen sich alle im 8. §- an.geführte» Versuche dabey vornehmen, welches alles manyuch Abends mir §inem Kerzenlicht bewerkstelligen kann.

Nachdem ich also die Anfangs schwer scheinende Fra-ge: warum Beobachter, welche den falschen VenuStra»banccn einmal gesehen, denselben aller angewandten Mühe

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