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Zweiter Band.
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dings behaupten müssen, daß diese Erscheinung ein wah-rer Trabant sey, vorausgesetzet, daß er in deutlicher, nichtverwischter Gestalt wahrgenommen wird. Denn wenn esetwa nur ein dunkles undeutliches Wölkchen wäre, wel-ches der Bewegung des Auges nicht folgte, so könnte manmulhmaßcn, es wäre ein schwaches Licht, welches auf ei«nen innern Theil des Tubus von der Venus fiele, undvon diesem auf die Okularlinse zurückgeworfen würde.Außerdem hat man bey der Beobachtung wohl Acht zunehmen, daß nicht etwa das Licht einer Kerze oder Lampeins Auge strale, damit man nicht etwa das Bild der Flam-me von der Lampe oder Kerze, welches auf der den Sternumgebenden Hornhaut entworfen wird, für einen Traban-ten ansehe; wie es einem Beobachter auf meiner Sccrn.warte in meiner Gegenwart geschah; der in dem nachdem Mars gerichteten Sehrohre einen Trabanten des Marszu erblicken wähnte; und als ich selbst in den Tubus sah,nahm ich wahr, daß es das Licht sey welches ohnweicdemAuge stand, denn sobald es entfernet, oder die Hand ent-gegen gehalten wurde, so verschwand auch dieser vorgebli-che Trabant. Eben dieß muß man beobachten, wennsich die. Venus nicht weit vom leuchtenden Mond befindet,damit nicht etwa die Mondsstralen auf der Hornhaut ei-nen Venustrabanten bilden; welches man durch die Zwi,schenhaktung der Hand zwischen das Auge und die Mon-desstralen am besten untersuchen kann. Ich ersuche alsodiese Beobachter, daß sie aus philosophischer Liebe zurWarheit ihre Beobachtungen nach allen den kleinsten Um-standen dem Publikum bekannt machen, und besondersbeifügen, was für Sehrohre sie gebrauchet haben, undob die Okulargläser Menisken, oder Hohlgläser waren,deren hohle Oberfläche gegen das Auge gekehret wurde roder ob es vollkommene Linsen waren u. s. ry.

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