Hier kann ich nun die Nachricht nicht vorbeilassen,die Herr Lamberr in den Berliner Ephemeriden für1778. mirgetheilet hat. Nämlich dieser von keinemAstronomen 176 t. den 6. Humus wahrgenommene Tra-dank sey zu Krefeld vom Heirn Scheuten und seinenFreunden gesehen worden; ich will die Briefe über dieseWahrnehmung aus den Berliner Ephemeriden für 1778mittheilen. Den ersten Blies schrieb Herr Scheutenden ,q. November 1775. Sein Inhalt ist dieser:„Aus den Berliner Ephemeriden für 177?. sehe ich, daß„die Astronomen noch ungewiß sind, ob die Venus einen„Trabanten habe, oder nicht. Da ich nun versichert bin„von dem wirklichen Daseyn dieses Trabanten, so will ich„die Beweise mittheile», die mich überzeuget haben, und„die von keinem geringen Gewicht sind. Ich und meine„Freunde haben mit einem gewöhnlichen Sehrohre den„Trabanten »vährend ganzer drei Stunden durch die Son»„nenscheibe gehen, oft und deutlich gesehen. In meinem„Tagebuche stnde ich folaendes verzeichnet. 1761. den»6. Iunllls früh um 5Z Uhr sah ich die Venus in der„Sonne. Von 8 bis t 2 Uhr aber konnte ich keine Beobach.«tungen machen, weil ich von den Wolken daran gehin-„dert wurde. Um r a Uhr sah ich den Trabanten der„Venus in der Mitte der Sonne, und um ; Uhr an be-irren Rande. Das was wir während der drey Stunden„in der Sonne sahen, konnte nichts anders als ein Tra-„bant der Venus seyn. Er kam mir so rund, so schwarz,«so deutlich vor, wie die Venus selbst, nur erwas kleiner,„und ungefähr H der Venus. Auch hatte er keine Lehn,„lichkeit mit den Sonnenstecken, die ich mehrmal qese-„hen. Auch seine Bewegung, wiewohl sie geschwinder„war, kam mit der Venus überein. Ich glaube daher,„daß sich damal der Trabant gerade i» dem Theile seiner»Bahn befand, welcher der Erde am nächsten ist; mit-
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