Band 
Zweiter Band.
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dere beständig, daß diese Streifen nach Untergang derSonne in einen Nordschein überzugehen pflegen; dasheist, sie verwandeln ihre weißliche in eine gelbliche Farbe,indeß ihre Lage und Gestalt bald die nämliche bleibt, baldaber auch nach verschiedener Beschaffenheit der Materieoptischen Gesetzen gemäs verändert wird. Daher ists füreintn wirklichen aufmerksamen Beobachter, der die Optikverstehet, ausgemacht, daß das nächtliche und das tagst»che Nordlicht einerley Ursache haben. Daher kann dannatlch ein fleißiger Beobachter, aus den im Tage erschiene,neu Streifen, vorausgesetzt, daß der Himmel von „jede.rem Gewölk« frey bleibt, sicher und gewiß voraussagen,daß bey eintretender Abenddämmerung ein Nordschein er.folge» werde.

2 g) Wenn das nächtliche Nordlicht in der Morgen,dämmerung wegen der Nahe der Sonne zu verschwindenbeginnet: so wird seine gelbliche Farbe in eine weißlicheverwandelt; und wenn die Materie dichter ist, so kom.me» nach Aufgang der Sonne eben die Streifen zum Vor.schein, jedoch unter einer sehr meisten Farbe, welche zuvordas nächtliche Nordlicht gebildet halten.

24) Wenn das nächtliche Nordlicht dichter, und um-herirrend war, so wird es bey vorausgesetztem wolkenfreienHimmel nach Aufgang der Sonne unter einer weislichenFarbe noch längere Zeit hindurch sichtbar bleiben: gemei-niglich aber geschiehet es, daß die durch jene Bewegung inschwere Wolken zusammengedrängte Materie als Schneeniederfällt. Eben dieses beobachtet man an jenen weiß.lichen Wölkchen, welche den Tag hindurch am Himmelumhcrschweben, daß sie nach Sonnenuntergang das nacht,liche Nordlicht hervorbringen.

§. VUI.