Band 
Zweiter Band.
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Lichtringen und Planetenhöfen. Sodann führt er eineungemei» passende Erklärung dieser Phänomene an, diedem unter gewissen Umständen erscheinenden Nordlichteauch ungemein angemessen ist. Er gründet sich auf Un-tersuchungen und Erfahrungen über diese Phänomene, un-ter denen das vom Jahre 1756. im Monat Decembererschienene, eines der vorzüglichsten ist. Die innere Flä-che meines Zimmerfensters, sagter, war mit dünnem Eißüberzogen; ich sahe durch dasselbe nach dem Mond, undnahm einen großen Lichtring um denselben wahr, ich öfnc-te das Fenster, und verschwunden war der Ring derdurchdas dünne Eiß des Fensters erschienen war. Dieß sagtMuschenbrvck von dem Nebenmonde; nun will ich dasvorzüglichste von dem anführen, was er über die Neben-sonnen beobachtet; bestehet in folgendem.

55) Zuweilen erscheinen am Himmel mit der wahre»*Sonne einige falsche Sonnen, die man wegen ihrer Na-he bey der wahren Sonne, Nebensonnen, Gegensonnennennet; weil sie außerdem mit der wahren Sonne einigeAehnlichkeic haben. (Fig. 6 7.) Die Größe oder derDurchmesser der Nebensonne», ist eben der, welchen diewahre Sonne hat; sie weichen zuweilen von der rundet*Gestalt ab, und ähneln einer ekigten; ihr Glanz ist ge»wöhnlich schwächer, als der der wahren Sonne, zuweilewauch eben so stark. Wenn aber deren mehrere zugleich rr»scheinen, so sind einige derselben viel matter und bleicher,auch mit verschiedenen Farben, wie ein Regenbogen ge-rn ischct. Einige haben einen langen von der Sonne ab-

wärts gekehrten Schweif; der, wo er mit der Nebensonnezusammenhängt, feuerfarbigt, in größerem Abstand, aberbleicher erscheint. Andere haben einen Doppelschweif,von beiden Seiten, dergleichen Halley gesehen, und auchich zu Leiden 175 g. beobachtet habe. Diese Schweife la-gen in einer geraden Linie, giengen durch beide SonnenHell. 2, Band. N hin«