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Zweiter Band.
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hindurch, so wie die Schweife auch in den farbigten Bo.gen lagen. Weidler sah einen Schweif, der sich von derHöhe nach der Tiefe erstreckte, etwas gebogen war, des-sen äußerer Rand an der Sonne eine Purpurfarbe hatte;von der andern Seite war seine Farbe röthlich und Re-genbogen. ähnlich; und der Schweif lag in dem weißenHorisontalkreiße. Andere haben wiederum keinenSchweif,so daß sie unter sehr mannichfalkigen Gestalten erscheinen.Gerade das gilt auch von den Nordlichtern.

56) Die Nebensonnen sind meistens mit gewissen B»«gen begleitet, deren Farben bald Regen bogen-artig, baldganz weiß sind. (z. Fig.) Letztere sind ebenfalls von ver-schiedener Größe und Anzahl. Einige Kreiße umgebendie Sonne als ihren Mittelpunct; diese sind farbigt, undman hat deren Durchmesser von 4; bis 90 Grade oftbeobachtet. Die Fläche dieser Kreise ist senkrecht auf dieLinie, die man von dem Auge des Beobachters durch denMittelpunct der Sonne ziehet; daher ist ihre Lage auchnach der verschiedenen Höhe der Soyne über den Horisonverschieden. Je lebhafter ihre Farbe ist, desto matter istder Glanz der Sonne; einige von diesen Kreisen sind mitdem Horison gleichlaufend, deren einer gewöhnlich sehrgroß und von weißlichter Farbe ist; dieser umschließet alleNebensonnen, und würde, wenn er ganz wäre, durch dieSonne selbst hindurch gehen; er hat seinen Mittelpunktim Zenith des Beobachters. Hevel hat den Durchmessereines dergleichen Kreißes von 14; Graden beobachtet.Dieser größere Kreiß hat zuweilen mehr concentrischeKreiße in sich, die, wenn sie die erstem farbigten durch-kreuzten, so bedeckten sie dieselbe mittelst ihrer Breite nur^in der Fläche, welche durch den Zenith und dieSonnegieng,nahmen verschiedene Farben an, und schlössen andere Ne-bensonnen in sich. Auch hat man noch andere Kreißebeobachtet, welche in Beziehung auf die angeführten

Kreiße