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Thun und seine Umgebung : Führer / hrsg. vom Verkehrs- und Kurverein Thun ; bearbeitet von C. Huber ; Klimatologisch-Medizinisches / E. Mory
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entfalteten. Besonders reichhaltig vertreten sind die altenMilch- und Rahmgefässe „Tuteli“, ferner Melkstühle, Butter-modelle, Alphörner etc.

ln der Fensternische rechts hängen Abbildungen vonFunden aus der römisch-helvetischen Kulturperiode unsererGegend. In Allmendingen, '/s Stunde von Thun , war einrömisches Heiligtum, das wahrscheinlich neben den Altärender römischen Götter Apollo und Minerva und des persischenBichtgottes Mytliras, noch einen Opferaltar der alten keltischenGottheiten enthielt. Von den damals gefundenen Gegenständensind im Museum einige Weihgeschenke (Beile), ein Mythras-köpfclien, Salbengefässe und einige hundert römische Kupfer-münzen, meistens mit dem Bildnis des Vespasian, ferner derGipsabguss eines Diana-Bronceköpfchens von klassischer Schön-heit, dessen Original in Bern aufbewahrt wird.

An den Holzpfeilern, welche die mächtige Balkendeckestützen, sind die letzten Überbleibsel der alten Rüstkammerauf dem Rathause, ein hall) Dutzend Rüstungen und Helle-barden aufgestellt. Darüber hängen die alten Stadtbanner,mehr durch geschichtlichen Wert, als durch Grösse und Schön-heit imponierend. Das eine Banner mit dem 7zackigen schwar-zen Stern führte die Thuncr anno 147(1 in das heisst 1 Kampf-gewiihl der Schlacht bei Murten , wo sie sich durch tapferesVerhalten einen goldenen Stern in ihr Wappen holten. Da-neben hängt das Banner, das 1499 in der Schlucht bei Dörnachmit seinem goldenen Stern den Thunern voranleuchtete, sowieeine daselbst eroberte österreichische Reiterstandarte.

Es empfiehlt sieh nach Besichtigung des Museums,die gewaltige Rundschau von den vier Ecktünnen überdem Schloßsaal zu genießen.

Vom Schloßhügel gewinnt man einen klaren Ein-blick auch in die Gruppierung der Stadtquartiere.