28 Von der Kenntniß der Mühlsteine.
Vorschlag auch anwendbar sey, sage er weiter, er-helle daraus, daß die Baschkiren (ein tartarischesdem Russischen Reiche unterworfenes Volk) Müh-len voll folgender Bauart hätten. Sie suchtensich kleine Bäche aus, schwellten durch einen klei-nen mit Flechten gemachten Damm den Flußauf. An diesen Damm stellten sie eine kleine Hüt-te, in welcher ein Gestell wie ein Tisch stehet, aufwelchem die Mühlsteine liegen, die folgenderma-ßen beschaffen stich:
Es sind, wie schon erwähnet, runde Cylin-der, in deren einen Flache viel platte eiserne Nägel,anscheinend ohne Ordnung, doch ab§r nach Radien,welche aus dem Mittelpunkt laufen, eingeschlagensind. Der untere Klo«; (ober Cylinder) liegt, wiebei unsern Mühlen, unbeweglich aufdicsem Gestelle,der obere aber kann auf und nieder gesicllet werden,wie es die Umstände erfordern. Um aber demobern (hölzernen) HMHlsteinc Beweglichkeit zu ge-ben, so ist folgende Vorrichtung angebracht. DasMühleifen geht bekanntermaßen durch einen Bus,welcher oben mit einer Winkelrechten Gabel in denhölzernen Stein (wenn ich mich so ausdrücken darf)eingesetzet ist, und zwar so, daß der Stein geradeläuft. Ferner ist dies Mühleifen unten mit einemBlgirl in eine hölzerne Welle eingesetzt (villeichtaber bet dieser Nation nicht so regulär, als bei den
bc-