Band 
[Sechster Theil. - Siebenter Theil.]
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z8 Von der Kenntniß der Mühlsteine.

einer bösen Angewohnheit, ja ich möchte säst sa-gen, einer Ungezogenheit vieler Müller gedenken,welche die Villen zum Scharfmachen der Steineauf den Mühlsteinen selbst, nicht allein an demUmkreise, sondern auch auf der obern Bahn ab-schleifen; so daß die Steine nichts als Löcher be-kommen, und nicht mehr gleich laufen. Nichtallein die Gesetze der Mechanik beweisen es, son-dern es ist auch der Natur der Sache selbst ei-gen, daß bei einem Mühlsteine, welcher auf derSpitze des Mühleisens nicht allein mit seiner gan-zen Schwere ruhet, sondern auch sich mir einer sehrschnellen Bewegung herumdrehen muß, nothwen-dig der Mittelpunkt der Größe und Schwere ineinen zusammenfallen müssen, wenn die Mahlstä-chen stets gleichlaufend, oder in gleicher Entfernungseyn sollen, welches dieHauptsachevom guten Mah-len ist. Um diesem Uebel zuvorzukommen, nehmemanKlettenblätter, und lasse sowohl die runde alsgerade Fläche des Mühlsteines damit ablaufen, solange bis der Stein recht schwarz wird, ist diesesgeschehen, so haftet kein Stahl, man mag anhal-ten, wie man will, und der Stein bekommt eineschöne glänzende Fläche, welches im Gange rechtgut aussehet; dieses ist das Mittel, wodurch manin Rücksicht dieses Nachtheils vor ungewttschnenHänden sicher ist.

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