Band 
[Sechster Theil. - Siebenter Theil.]
Seite
59
JPEG-Download
 

Vom Mahlen des Weizens. 59

Vierte A n m e r k u » g.

Diese zweite Methode der Engländer, denWeizen zu mahlen, weicht nur sehr wenig vonder unsrigen, und zwar nur blos in dem so eben""gezeigten Waschen ab: welches aber zu em-pfehlen und nachzuahmen ist.

Der Gebrauch der zweiten Maschine ist sehrleicht cinzuschn; indem nach der verschiedenen Grö«he des Kegels -- bis 4 Metzen Weizen in den Laufgeschüttet werden, die man dann so lange bearbei-tet, bis die Körner von den Schalen befreiet sind.^iese Art den Weizen zu mahlen, ist etwas lang-fam, und wird in England nur angewendet, dasfeinste Mchl zu erhalten, im Allgemeinen aber wirdder Weizen, wie bei uns, mit der Schale gemah-len, nur mit der höchstmöglichen Reinlichkeit.

§. IZ.

Die Engländer bedienen sich zum Theil einerArt von Mühlsteinen, welche sie künstliche nen-nen, und die ein englischer Major, NamensPratt, erfunden haben soll. Um sie zu vcrfer-Eigen, macht man eine Mischung von Thon, Kie-selerde und Kalkcrde, bringt diese Maße in dieTorm eines Mühlsteines und giebt ihr dann einstarkes Feuer', wodurch die Masse eben die Offen-heit und Härte bekommt, die ein guter gebroch.