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Neue Erfindung
den
Waid- Indig durch die einfachste Operation zu bereiten.
Verfahren d ab en
Eine genaue Recherche aller bisher angestelltenVersuche, den Waid-Indig zu gewinnen, verbundenmit der aufmerksamsten praktischen Ausführung,entschied 7,war immer auf Gewinn einer, dem Indigähnlichen Masse; aber der Betrag blieb doch im-mer zu ungewifs;. die Verfahrungsart nicht sichergenug und der Aufwand an Zeit und Kosten zugrofs. So viel bewährte sich, dafs, je frischer dasBlatt des Waides gewählt, je reicher die Ausbeutewurde. Um also, noch entfernter von dieser Erfah-rung, den letzten Versuch zu wagen, veranlafste ichden Herrn Hofr. und Prof. Tr omms do r ff allhiermit Waidpulver Versuche anzustellen, um, durchchemische .Mittel, einen Niederschlag von Farbe-stoff zu bewirken.
Allein der Erfolg war ungünstig, denn aus die-sem Waidpulver wurde:
l) auf dem Wege ‘der Gährung keine
Scheidung des Indigs bewirkt, nur Anzeigen vonausgeschiedenem Indig liefsen sich entdecken. DasPulver quillt auf während der Gährung und läfstsich aus der Flüssigkeit nicht wieder rein abson-dern.
2) durch Gährung mit Zusatz vonAlcalien auch keine Anzeige von Indig bemerkt.Die Absicht war, den aufgeschlossenen und desoxy-dirten Indig in den Alcalien aufzulösen und durchSäure daraus wieder niederzusehlagen.
3 ) durch Säuren mit einfachen unddoppelten Grundlagen in der Kälte undWärme aus dem gepulverten Waid gar nichts Far-biges aufgelöst, vielmehr zersetzten 4ie mehr oderweniger die ganze Grundraisphung des Waids.
4) durch reine Aetzalcalien blofs einbrauner harziger Stoff ausgezogen, der kein IndigWar.
5) durch Alcohol kein Indig, sondernblofs ein grüner schmierig harziger Stoff ausge-zogen.