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Sieg des Waid-Indigs über den ausländischen Indig : ein Beitrag zur Beförderung einheimischer Cultur / von ... Fr. Ant. von Resch
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entbehrlich zu machen, würde der Continent480,000 Morgen Land zu diesem Anbaue abgehen.Jener ausländische Indig kostete dem Continenteeinen Tribut VQn 40 Millionen Thaler, das Pfundzu 5 Thaler angeschlagen. Diese Summe, der Er-trag-eines Königreichs, kann unser bleiben, ohneein Opfer der einheimischen Cultur.

Der Waid gedeiht axif dem Braachfelde , er er-fordert einige Arbeit mehr, als andere Erzeugnisseder Braach-Aussaat, aber weniger Kosten ; die Wur-zeln der Pflanze geben treffliche Düngung. Brin-gen wir die Ländereien in Anschlag, die bis jetztnoch, aus ökonomischer Unkunde ärmlichen Er-trag liefern, und die, welche uncultivirt liegen,so wäre der Gewinn des Waidindigs beinahe derreine Gewinn von 40 Millionen Thalern für denFleifs des Inlandes, das überdies alle die Vehi-kel dieser Waidindig-Bereitung selbst erzeugt.

Als Handelsartikel ist also vorerst der Waid-indig dem Inlande geweiht, dem er angehört.Das Pfund dieses Indigs scy an Ort und Stelle für1 Thlr. 8 Gr. Sachs. Crt. verkäuflich, nach Abzug al-ler Unkosten und Entschädigung für die Mühe derFabrication. Die Consumtion von zwölf Millio-nen Pfund würde sonach eine einheimische Cir-culation von 16 Millionen Thaler begünstigen und24 Millionen Thaler wären erspart, als vormaligeZahlung an das Ausland.

§• 4 *

Der Waidinäig als neuer Zweig einheimischenHandels.

Damit sich der Werth dieser Erfindung auch

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praktisch bewähre und ein Anfang beginne, demInlande sein Product veredelt abzusetzen, isthier in Erfurt eine Waid in dig-Fabril; er-öffnet, die unter der Direction des Hm.Hofrath undProfessor Trommsdorff die-sen neuen Indig dem Publikum in Quan-til äten 1 i e fe r t. Die Versendungen dieser Fa-brik fangen mit dem Julius dieses Jahres an unddie Bestellungen auf die erste und zweite SorteWaulindig werden, entweder bei der Directionder Waidindig-Fabrik zu Erfurt , oderbei dem Herzoglich - Sächsischen p r i v il e g i r t en.Landes-Industrie-Comptoir zu Weimar gemacht, welches den Hauptdebit des Waidindigsbesorgt.

Ein näherer Bericht über die Preise der Waa-ren und über das Detail dieser Fabrik soll näch-stens erfolgen.

Die hier beigefügten Proben des Indigs.dieserFabrik, in seiner verschiedenen practischen Anwen-dung, auf beiliegender Muster - Charte +), werdenvon der Güte dieses neuen Farbe - Materials über-zeugen und auffordern, durch den Gebrauch des-selben im Grofsen, die Vortheile der einheimi-schen Industrie zu benutzen.

*) Das Muster des wollenen Tuchs ist von dem nnmlirchen, nach folgenden Frotocollen, unter gericht-lichen Aufsicht gefärbten, Tuchstücke geschnit-ten, und folglich der unverwerflichste Zeuge derWahrheit.