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unvollkommenen Eisenoxid, oder Ei-se noxi du l bestehet, welches gern Sauerstoffanzieht, und dadurch in den Zustand des voll-kommenen oder rothen EiseUorids über-geht, oder umgeändert wird. Kommt daher derEisenvitriol mir dem feinzcrtheilten Indigoin Berührung, so zieht er daraus den übcr-ffüßigen Sauerstoff an, geht in den Zustanddes rothen Eiscnorids über, und trennt sichzum Theil von der Schwefelsäure. Der ge-brannte Kalk aber trennt sich in zweiTheile; ein Theil desselben bemächtiget sich derSchwefelsäure des Vitriols, und bildet damitschwefelsauer» Kalk oder Gips, einschwcrauflösliches Salz, das zu Boden fällt;der andere Theil des ätzenden Kalks aber gehtmit dem zum Theil entsaucrstofften Indigoin Verbindung, und macht ihn in der Flüßig«keil aufiSslich. Deshalb muß auch der Kalkin einem solchen Verhältnisse zugesetzt werden,daß nicht nur die Schwefelsäure des Eisen-vitriols damit gcsättigct werden kann, sondernes muß auch noch ein hinreichender Ueberschußzur Auflösung des Indigo da seyn. Eine gutstehende Zndigoküpe besitzt eine gelbe Farbe,und hält die Verbindung des Kalke« mit dementsaucrstofften Indigo aufgelöst. Allein dieseVerbindung hat nun auch eine große Neigungaufs Neue Sauerstoff aus der Atmosphäreanzuziehen, wodurch der Indigo wiederherge-stellt, und aus seiner Auflösung im Kalk nie-dergeschlagen wird. Daher nimmt auch dieFlüßigkeit der Küpe auf der Oberfläche eineblaue kupfcrige Farbe an, und laßt nach undnach allen Indigo wieder aus sich niederfallen.