Es ist bei der heutigen Entwicklung der Pruckindustrie sehr schwier-ig, eine genaue Classification in den verschiedenen Methoden der Be-festigung der Farben ointreten zu lassen, denn Dank der Fortschritteder Chemie ist es uns heute möglich, Farben, welche einer Classeangehören, mit Farben anderer Classen zu combiniren; wir erinnernbeispielsweise an den gleichzeitigen Druck des durch Oxydation ent-standenen Anilinschwarz sowohl mit Albuminfarben, als auch mitanderen Farben, welche in Folge Einwirkung des Dampfes auf derFaser befestigt werden; ferner an den gleichzeitigen Aufdruck des Ani-linschwarz neben Mordants, welche erst durch nachherige Verbindungmit dem Cliromogen den Farblack bilden, während das Schwarz schonnach der Oxydation fertig gebildet ist, u. s. w.
Wir werden uns in vorliegendem Werke möglichst an Persoz-Schützen-bergers Classification halten und also vor Allem mit den Dampf-farben beginnen.
Zur Fixirung der Farben mittelst des Dampfes bedient man sichverschiedener Apparate und verweisen wir wegen genaueren Studiumsder Systeme auf Jos. Depierre’s Traitd du fixage des couleurs parla vapeur; Paris 1879, librairie Lacroix.
Ein seit vielen Jahren besonders in kleineren Etablissements sehrverbreiteter Apparat ist in Figur XXI dargestellt; er ist aus 80 mm.Btarken Dauben aus Lärchenholz zusammengestellt und wird durchzwei starke Holzscheoren <8 zusammengehalten; die Stossfugen derDauben sind durch zwischengelogten Schilf oder Bindfaden dicht ge-macht. Der Kasten steht auf festen Balken B mit einem geringenGefälle gegen das Wasserablaufrohr r und ist mit einem ebenfallsauf starken Balken ruhenden Bretterboden B 1 so umgeben, dass sich derArbeiter bequem hineinbeugen kann, um die Waare hinein-und her-auszuschallen. Oben ist dor Kasten mit einem zweitheiligen in Char -